Onur Güntürkün, warum ist Spatzenhirn keine Beleidigung?
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00:00:00: Dieser Podcast ist an Ruhrnachrichten original produziert im Lensingmeneaport in Dortmund.
00:00:14: Also wenn jemand Ursula Willeke kennt in Höxter, bitte unbedingt mir schreiben.
00:00:20: Wir
00:00:20: sind eingeschüchtert von so viel akademischer Kompetenzprofessor Doktor Dr.
00:00:26: Günther Königs bei uns und deswegen fasse ich auch kurz was wir zu ihren Gunsten vorliegen haben weil es so wahnsinnig viel ist.
00:00:32: Wir könnten ja mittlerweile auch eine Laudation nach der nächsten nehmen die gehalten worden ist bei den verschiedenen Wissenschaftspreisen die sie gewonnen haben.
00:00:39: In unserer Gegend die soviel mit Tauben zu tun hat konnte er beweisen wie klug tauben sind.
00:00:44: Sie können sich mehr als siebenhundert Symbole merken und Schrift aushalten.
00:00:47: Er weiß aber auch, was es für das Gehirn bedeutet, dass ein Embryo in einer späteren Phase der Schwangerschaft den Kopf auf die rechte Seite liegt?
00:00:55: Und er warned uns alle vor den Dinosauriern, die wir unsere eigene Wohnung holen, wenn wir nicht aufpassen!
00:01:35: Manches passt wirklich nicht zusammen bei dem Herrn Professor.
00:01:38: Es ist Zeit seines Berufslebens Psychologe, wollte aber beim besten Willen niemand zum Therapien auf den Sofa liegen haben.
00:01:44: Er weiß besser als viele andere wie das Organ beschaffen ist dass den Menschen zur klügsten Kreatur auf dem Planeten macht nennt aber als Lieblingsfilm Forest Gump, also die Geschichte eines sympathischen Dummkopfs.
00:01:57: Was ist Ihnen denn nun lieber Herr Professor Größter Geiss oder Forest Gumb der Apple erfindet ohne es zu wissen?
00:02:04: Beides eigentlich und irgendwie passt das auch zusammen.
00:02:06: Forest Gomp in seiner wahrscheinlich eingeschränkten Intellektualität war gleichzeitig ein so kluger Mensch.
00:02:13: Er hatte eine so unglaubliche soziale Intelligenz, wie viele andere Menschen mit einem viel höheren IQ wahrscheinlich gar nicht.
00:02:20: Also eigentlich war er gar nicht so dumm oder?
00:02:22: Live is the box of chocolate.
00:02:24: Ja, da sitzt und das alles passiert und der rührendste Moment in dem Film ist wenn er selber erkennt oder weil man die ganze Zeit fragt merkt er den nicht.
00:02:33: Er muss doch merken dass er nicht so schlau ist wie die anderen oder weniger klug.
00:02:39: und dann als ihm klar wird, dass er einen Sohn hat, da merkt man welcher Druck auf ihm liegt, dass es ja die ganze zeit gewahr ist.
00:02:48: ich bin eigentlich...
00:02:50: Das ist ein sehr ruhiger Rundum
00:02:51: mehr!
00:02:52: unglaublich anruhender Moment.
00:02:53: Deswegen, ich habe das total verstanden, dass Sie Forrest Camp so wahnsinnig gerne mögen.
00:02:57: Beschäftigen wir uns erst mal Professor Gündo Kün mit ihrer Lebensgeschichte.
00:03:02: Welcher Tatsache wird zu verdanken haben?
00:03:05: Dass sie tatsächlich heute hier sitzen und nicht ganz woanders auf der Welt, wo sie auch sitzen konnten und Professor sein könnten... Sie sind.
00:03:14: mit
00:03:14: vier
00:03:15: Jahren bekam ich Polio Und das sah dann sehr schlecht aus.
00:03:20: Ich kam an die Eiserne Lunge und eigentlich waren alle der Meinung, dass war es aber irgendwie war es das doch nicht.
00:03:27: Meine Eltern nahmen sich erst mal um mich gekümmert.
00:03:29: anschließend haben auch alles getan, dass ich so Gymnastik bekam usw.
00:03:34: Aber es war kein richtiger Fortschritt da.
00:03:37: Dann war mein Onkel zu dieser Zeit in Hamburg praktikant In einer Architekturfirma und wir lassen in der Zeitung das im Weser Bergland Eine Klinik aufgemacht hatte für Kinder mit Polio.
00:03:50: Und die hätten sagenhafte Erfolge und neue Techniken, das hat er uns nach Hause geschickt.
00:03:56: Ich kann mich sogar noch in diesem Zeitungsausschnitt erinnern.
00:03:58: Konnte natürlich weder lesen oder irgendwas verstehen aber das Bild habe ich noch in Erinnerung und sagte, da sollten wir mal probieren.
00:04:04: Und so kam meine Eltern dann zu ihm nach Hamburg von da nach Höchster.
00:04:08: Dann haben sie mich vorgestellt und die Älste sagten, dass ist gut den nehmen wir.
00:04:13: Das wird aber länger dauern.
00:04:14: ob sie eine Krankenversicherung werden hatten Sie nicht.
00:04:16: Ob sie Zehntausend magten, hatten sie auch nicht.
00:04:19: Und dann haben sie gesagt, der tut es uns leid.
00:04:22: Mein Onkel fuhr also mit uns zurück nach Hamburg und erzählte das am Tag danach seinen Chef.
00:04:28: Der erzählt er seiner Frau und die sagte Na so geht das nicht!
00:04:32: Sie rief die Bildzeitung an und sagt, die ist ein Türkenjunge, der braucht Hilfe und ich möchte dass ihnen eine Kampagne machen.
00:04:38: Dann wurde gleich einen Journalist geschickt, der machte ein rührendes Foto von mir Und von den Eltern und Verzweiflungen usw.
00:04:46: Und innerhalb von vierundzwanzig Stunden waren Zehntausend Mark zusammen, deshalb sitze ich hier.
00:04:51: So kam ich nach Deutschland.
00:04:52: Das sind Ihre Beziehungen zur Bildzeitung geprägt?
00:04:56: Ja ein
00:04:56: bisschen schon!
00:04:57: Sie muss sagen, ein bisschen... Ich bin sehr viel milder.
00:05:00: Also sie sind nicht so.
00:05:00: hoffe ich, dass.
00:05:01: die haben mir mal geholfen?
00:05:02: Natürlich natürlich das ist biografisch absoluten Weichenstellung.
00:05:07: Aber ist das hin und her tatsächlich für Sie gewesen, also zwischen der Türkei und Deutschland?
00:05:15: Wann würden sie denn sagen hat sich das für Sie so gedreht dass Sie heute hier sitzen und ein deutscher Wissenschaftler sind.
00:05:23: Und dass es natürlich auch heute unhinterfragt ist.
00:05:26: Das ist un hinterfraglich für mich sehr wohl in Deutschland.
00:05:29: Wenn man mich nach meiner Heimat fragt würde ich eigentlich sagen meine Heimat ist immer da wo meine Frau gerade ist.
00:05:34: Also es wäre jetzt Bochum, nicht Dortmund.
00:05:37: Aber ... So weit
00:05:39: weg echt?
00:05:39: Ja genau, wir halten das aus!
00:05:43: Aber ich glaube Heimat ist ein sehr schillernder Begriff.
00:05:46: Musik kann Heimat sein, vieles kann Heimat sein.
00:05:48: Ich fühle mich in der Türkei sehr wohl, ich fühl mich in Deutschland sehr wohl aber eigentlich an vielen Orten sehr wohl.
00:05:54: Aber ich bin sehr gerne in Deutschland wirklich sehr gerne.
00:05:57: Ihre Frau war ihre Kommilitonin oder?
00:05:59: Ja sie hat was anderes studiert, sie hat etwas Richtiges studiert nämlich Wirtschaftswissenschaften.
00:06:04: Aber sie waren ein paar Semester über mir, aber so kam es dann.
00:06:08: So kam ich nach Deutschland und blieb hier in Bochum erstmal genau.
00:06:13: Sie haben versucht ihre Frau in die wunderbarsten Geheimnisse der türkischen Küche einzuführen und sie ist von Sushi zu übersorgen.
00:06:20: Ja, das ist nicht so ganz gelungen.
00:06:22: Sie macht wunderbares Essen, Sushi ist es nicht!
00:06:25: Aber Sushi mag sie überhaupt?
00:06:28: Nein, ich glaube, sie hat's noch nie richtig probiert.
00:06:30: Es ist mehr eine Art Abneigung gegen Rosfleisch mit kaltem Reis
00:06:37: Wenn Sie so sagen, klingt aber auch furchtbar.
00:06:40: Sie haben eine Karriere hingelegt und eine wissenschaftliche Laufbahn genommen.
00:06:46: Ja, dies Weltumspannend muss man sagen.
00:06:49: Also sie haben in Bochum angefangen zu studieren.
00:06:53: Sie haben wenn ich das richtig weiß hier promoviert und dann Paris.
00:06:58: Paris genau!
00:06:59: Das war eine sehr schöne Zeit also nicht so furchtbar lange aber eine sehr schönes Zeit in einem sehr bekannten Labor.
00:07:03: da habe ich auch sehr viel gelernt.
00:07:05: Und dann nach San Diego, ein ganz toller Chef auch.
00:07:08: Sehr schwieriger Mensch, aber toller Wissenschaftler.
00:07:11: Schwieriger Mensch?
00:07:12: Wie hat der Sie angeschrien?
00:07:13: oder warum sagen sie so...
00:07:14: Nee, angeschrieben nicht!
00:07:15: Aber er ließ einen Wissen was er jetzt kurzfristig von einem hält.
00:07:18: Da finde ich gar nichts.
00:07:20: also wenn irgendetwas nicht lief.
00:07:22: Das war eine
00:07:23: Amerikaner genau.
00:07:25: Aber das waren eine ganz tolle Zeit in San Diego weil ich zum ersten Mal gemerkt wie professionelle Wissenschaft geht.
00:07:33: Also Deutschland war ja damals ein reiches Land, ohne jeden Zweifel.
00:07:38: Aber ich sage immer, ein Land das seine klügsten Menschen umbringt wird mit Dummheit für zwei Generationen bestraft.
00:07:45: und da waren wir noch in dieser Zeit Und in den USA waren viele von den Menschen die entkommen sind aus Deutschland hingegangen.
00:07:52: Es war eine unglaublich intellektuelle Atmosphäre und vor allen Dingen in Deutschland war es sehr bürokratisch und langsam.
00:07:59: dort ging alles wahnsinnig schnell und auf eine sehr professionelle Art und Weise.
00:08:04: Das hat mich sehr geprägt, viel mehr als
00:08:06: Paris.".
00:08:30: Konstanz an Bodensee, aber sie sind da weggegangen.
00:08:34: Wie kann man... Warum macht man so?
00:08:36: Weil man eben auch eine Frau an seiner Seite hat und das Leben und Kinder ist halt nicht nur ein Wunschkonzert sondern ein Kompromiss.
00:08:44: Dann hatte ich einen tollen Job angeboten bekommen in Konstanz.
00:08:47: Ich weiß ganz genau und ich kann das sehr gut nachvollziehen was Sie sagen.
00:08:50: Ich saß im Flugzeug und dachte jetzt sind alle Farben weg.
00:08:54: also das war so mein Grundgefühl damals.
00:08:57: Danke Schatz!
00:08:58: Ja,
00:08:58: bis jetzt ganz klar.
00:09:00: Aber nach ein paar Jahren... Ich war für den Kongress wieder in den USA, das war im November in Washington.
00:09:06: Es waren sehr, sehr kühler nasser Tag!
00:09:08: Ich habe allen Kollegen getroffen und wir dachten, drücken wir irgendwo einen Kaffee?
00:09:12: Dann gingen wir zu McDonald's weil sonst gab es nichts.
00:09:14: Und es war sehr kalt und viele sehr arme Menschen hielten sich an einem kalten Becher-Kaffee fest und tranken alle zwei drei Minuten einen winzigen Schluck um dort bleiben zu dürfen.
00:09:26: Und auf dem Weg zurück ging ich an ganz vielen Menschen vorbei, die so in Müllsäcke eingekleidet waren und sich auf die warmen Luftschächte der Hotels legten damit sie nicht so kalt ist.
00:09:39: Da wusste ich plötzlich, ich bin Europäer!
00:09:41: Das war ein gutes Gefühl gewesen.
00:09:45: Ich würde sagen, das Stichwort McDonalds erwähne was du ... Was du mir zutraus?
00:09:53: Ich
00:09:53: hab gesagt, es gibt Menschen mit denen kann man sie auch bei McDonalds noch blamieren.
00:09:56: Ja genau und...
00:09:58: Meistens
00:09:59: im letzten
00:09:59: Moment...
00:10:01: Wolltest du dir auf die Zukunft reißen?
00:10:02: ist den leider nicht gelogen?
00:10:03: schade aber Sie kommen zurück nach Deutschland.
00:10:08: Die Sache, die Nicoletta vorgelesen hatte ich habe auch so einfach gestützt, ich hab gedacht, oh was ist das bei uns haben wir falsch oder ich habe etwas falsch gelesen?
00:10:19: Psychologie ist ja ein Biologe.
00:10:23: Psychologie, in der Qualität das vorgelesen, stelle ich mir, dass ich so vor, egal ob es jetzt eine Couch ist, aber man kommt zu jemandem wie ihnen rein und dann wird einem mit einer Angststörung geholfen, mit einer Verhaltensauffälligkeit schlimmer, mit ner Psychose oder keine Ahnung was da nicht alles geht.
00:10:40: Das haben sie aber nie gemacht!
00:10:42: Das habe ich nie gemacht, das wollte ich auch nicht tun.
00:10:44: Das liegt an einem Buch, das wir in der Türkei im Gymnasium gelesen haben.
00:10:48: Wir hatten dort Psychologie als Fach und zwar nicht so als Wahlfach sondern als Fach, dass jeder nehmen musste.
00:10:54: Und im Nachhinein weiß ich, dass wir ein ganz tolles Lehrbuch hatten Dazu noch eine sehr hübsche Lehrerinnen, das kann natürlich auch eine gewisse Affinität für das Fach erzeugen.
00:11:03: Im Nachhinaien wenn ich heute das Buch durchblättere stelle ich fest, es ist eine sehr moderne Psychologie gewesen auch sehr biologisch, sehr viel mit Gehirn und Evolution.
00:11:14: Das war viel moderner als die Psychologie, die ich dann an der Uni kennenlernte.
00:11:18: Und ich fragte mich dann immer... Ich fragte auch in den Seminaren also die Fragestellungen, die wir hier bearbeiten, könnte man die nicht vielleicht noch effizienter beantworten wenn wir zusätzlich das Gehirnhuntersuchen würden?
00:11:29: Und da war die Antwort immer, Psychologie und Gehirne, wo ist denn da die Verbindung?
00:11:34: Und das zog sich eigentlich viele Jahre... Eigentlich meine ganze Generation ist dadurch gekennzeichnet dass ich von vielen Kollegen teilweise so, das bist ein netter Kerl.
00:11:44: Du machst eine gute Forschung!
00:11:46: Aber eigentlich bist du gar kein Psychologe.
00:11:48: Ich sagte doch doch doch, ich bin Psychologer und mich interessiert alles in der Psychologie.
00:11:52: aber ich bin der Meinung, das Gehirn gehört zur Psychologie dazu.
00:11:56: Und so kam es.
00:11:57: Aber der Psychologie heißt, wenn man die Übersetzung anguckt und man übersetzt das in so mehr oder weniger was Alt-Deutsches dann heißt es Seelenkunde.
00:12:07: also dass die Lehre vom Verhalten und vom Erleben von Menschen.
00:12:11: und bei Seelenkunden würde ich natürlich normalerweise auch sagen ja Was soll denn die Biologie?
00:12:17: Wieso muss er das Gehirn aufgeschnitten werden, was soll ich da mit dem Computer-Tomographen machen.
00:12:21: Die Seele kann ich ja nicht angucken.
00:12:24: Das stimmt!
00:12:24: Wenn es die Seele gäbe wäre das jetzt ein echtes Problem.
00:12:29: Ich würde folgendes darauf antworten wollen... ...die Psychologie ist eigentlich ein sehr experimentelles Fach und sie möchte verstehen wie Lernen funktioniert, wie Gedächtnis funktioniert, Wie Wahrnehmung, Motivation, wie all diese Dinge funktionieren.
00:12:41: Das sind Dinge, die man mit Verhaltensexperimenten untersuchen kann.
00:12:45: Aber man kann sie zusätzlich auch mit Gehirnforschung untersuchen und die beiden verschränken sich und passen ganz wunderbar zueinander.
00:12:53: Und das ist mein Zugang!
00:12:55: Ich fand immer einen guten Zugang zur Psychologie aber mich interessieren wirklich echte psychologische Themen also Kognition wie das Denken funktioniert das sind Urthemen der Psychologie Wenn man jetzt bei der Psychologie immer nur an klinische Psychologie geht, also um therapeutische Prozesse.
00:13:11: Dann pickt man sich natürlich einen wichtigen Zweig der Psychologie heraus, den mich nie so besonders interessiert hat.
00:13:17: Mich hatten wirklich mehr haben die Grundlagen interessiert.
00:13:20: Deshalb kam ich ja nach Deutschland!
00:13:21: Die Psychologen sagen ja immer wir haben es erfunden... ...die Deutschen will ein Wund, der hat's erfunden und ich dachte ich kann Deutsch.
00:13:30: Die Psychiologen in Deutschland wissen das alles viel besser?
00:13:34: Also gehe ich dahin Und so war das.
00:13:36: Wahnsinn, da war ich sehr enttäuscht!
00:13:38: Da wollte ich wirklich weg und da hat mir ein Professor das akademische Leben gerettet der genau die Sachen machte, die ich toll fand und bei dem habe ich alle Kurse belegt hab dann auch bei ihm Diplomarbeit gemacht und später Doktorbeit gemacht.
00:13:53: ohne denen hätte ich vielleicht die Psychologie damals verlassen was im Nachhinein sehr schade gewesen wäre.
00:13:59: Also, wir müssen noch einmal festhalten.
00:14:00: Sie sind mit sechs nach Deutschland gekommen und waren ein knappes Jahr im Krankenhaus ohne Eltern?
00:14:06: Ohne Eltern und konnte dann hinterher kein Türkisch mehr aber Deutsch.
00:14:11: Aber in Deutschland auch zur Schule gegangen?
00:14:12: Genau, meine Eltern holten mich ab und die konnten wiederum kein Deutsch, aber türkisch.
00:14:17: Aber irgendwie findet man zueinander.
00:14:19: Und dann bin ich in die Grundschule gekommen und dann habe ich das genauso angefangen in Baden-Baden.
00:14:25: Inzwischen konnte ich natürlich wieder türkische Und auch Deutsch.
00:14:30: Wie haben Sie das gelernt?
00:14:31: Das Deutsche habe ich ja in der Klinik gelernt und dann natürlich in der Schule immer weiter genutzt, und lege lesen usw.
00:14:39: Und das Türkische, das kam ja wieder.
00:14:40: also, das hatte ich ja, konnte nicht mehr aktiv aktivieren aber es war jetzt ein schneller Lernprozess.
00:14:46: Los!
00:14:48: Das Türkische was ich sprach, war das Türkisch eines Kindes dass nur in der Familie Türkisch sprachen.
00:14:56: Im Gymnasium in der Türkei, ich bin mit dreizehn, wir sind alle zusammen zurückgezogen.
00:15:00: Alle zusammen heißt noch ihre Schwester?
00:15:01: Genau!
00:15:02: Alle zusammen zurück gezogen in die Türkeis und im Gymnasum das war ein sehr gutes Gymnasuum.
00:15:08: War natürlich geschockt weil... Ich hatte auch in Deutschland nicht besonders gute Noten aber ich wollte sicher eine Sicherheitsmarsche zum Sitzen bleiben haben.
00:15:18: Das war mein einziges Ziel Und in der türkei funktionierte das nicht Weil ich wäre augenblättig sitzen geblieben.
00:15:24: Die sprang sehr viel komplexer.
00:15:26: Dann ist das Türkische eine Sprache, die sich schnell weiterentwickelt weil es bestimmte Kommissionen gibt, die auch das türkische umarbeitet.
00:15:34: Vieles kannte ich nicht und Begriffe kannte Ich nicht und habe dann quasi um mein schulisches Leben gekämpft Und das hat mich sehr verändert!
00:15:43: Ich glaube sonst wäre ich nicht Professor geworden.
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00:16:09: Und haben Sie denn Deutschland vermisst als Kind?
00:16:12: Ich hab Deutschland natürlich vermisst aber das ging so schnell dass ich mich auch in der Türkei wohl gefühlt habe Dass ich eigentlich hätte in der Türkiye bleiben wollen wenn der Psychologieunterricht in den türkischen Universitäten besser gewesen wäre.
00:16:29: Aber für die Psychologie bin ich nach Deutschland gekommen, aber das fühlte sich auch warm an und gut an.
00:16:35: Was Sie jetzt gerade so gesagt haben, ich wär sonst nicht Professor geworden.
00:16:38: Wir reden ja heute viel darüber was sollten junge Leute wissen?
00:16:42: Wissen jungen Leute genug?
00:16:45: Dann gibt es Leute, die sagen, in der Schule lernen heute die Kinder mit Mühe noch lesen und schreiben Wände überhaupt.
00:16:51: Sie sagen, wenn ich mich dann nicht verändert hätte, wäre ich nicht Professor geworden.
00:16:56: Was ist denn da passiert?
00:16:57: Da ist passiert, dass ich eine Arbeitsethik entwickelt habe und das ich wusste, dass sich die Dinge gründlich machen muss.
00:17:05: Dass ich durch die Schule nicht durchschummeln kann.
00:17:07: Ich hatte mich bis dahin immer durch die Schulen gemogelt.
00:17:11: Ich bin nie ohne ein Spickzettel in eine Klausur gegangen.
00:17:14: Ich habe immer die Hausaufgaben von den Mädchen abgeschrieben, je so nett waren sie mir zu geben vor der Klasse und so weiter.
00:17:20: Und ich hab mich immer durchgemobelt – in der Türkei erreichte das nicht!
00:17:24: Weil der Stoff zu anspruchsvoll war, weil es zu schnell voran ging und weil mir natürlich am Anfang die Sprache in ihrer Komplexität fehlte.
00:17:34: Der Mathelehrer, den wir hatten, den ich einen ganz tollen Typ fand, der jemand war, der jeden förderte aber nie akademische Kompromisse machte Er wollte, dass wir gute Noten kriegen.
00:17:45: Hat er bei uns nie einen Punkt geschenkt.
00:17:47: Aber er war auch nie unfair und der sagte mal ihr arbeitet alle nicht!
00:17:51: Das ist das Problem.
00:17:53: Ich war gerade beim Arzt ich habe eine Magenentzündung.
00:17:56: Das hab' ich alles auf euch zu verdanken weil die haben so viel Talent aber ihr arbeitet nichts.
00:18:01: Die haben alle protestiert wie sollen wir noch arbeiten?
00:18:04: Unser Leben besteht praktisch nur aus Arbeit.
00:18:06: Wir arbeiten bis wir ins Bett gehen dann stehen wir auf und arbeiten.
00:18:08: mehr geht doch gar nicht.
00:18:10: Er sagte ihr arbeitet doch gar nich richtig.
00:18:12: Wisst ihr was arbeiten bedeutet?
00:18:13: Ihr habt ein Zettel und einen Stift.
00:18:16: Und wenn ihr auf die Tollete geht, sagt der minus eine Minute Wenn ihr ein Lied im Radio hört und nur das Lied hört Minus drei Minuten Wenn ihr in Moment aus dem Fenster guckt Minus zweieinhalb Minuten.
00:18:26: Und dann rechnet man nach Auf wie viel Arbeit ihr kommt.
00:18:30: Ich hab damals an der Uni, bin ich auf vierzehn Stunden gekommen Sagt und ich dachte vierzehnt Stunden ist doch trivial Ich arbeite sechszehn stunden.
00:18:38: Dann habe ich das gemacht und kam auf acht Stunden irgendwas.
00:18:41: Das war ein Schock.
00:18:42: Und da habe ich mich hochgearbeitet, auf vierzehn Stunden fünfundzwanzig und da war ich richtig stolz!
00:18:48: Ich hab ihn geschlagen, mein Mathelehrer.
00:18:51: Wow das ist aber auch eine Ehrgeiz.
00:18:52: Es klingt sehr streng.
00:18:54: Ja?
00:18:54: Sehr streng!
00:18:55: Wie sind Sie denn heute streng mit Leuten?
00:18:58: Nehmen wir mal an... Diese Beispiele gibt es ja.
00:19:03: Murat, sieben-zwanzig Jahre alt, geboren in Dortmund aber spricht komisch Deutsch oder nicht so richtig Bock hat?
00:19:09: Sind Sie dann streng mit dem oder Murat konzentriert?
00:19:12: Nee ich
00:19:12: bin
00:19:13: immer viel strenger als mit der anderen.
00:19:15: Also das würden Sie nicht machen?
00:19:16: Nein, er quatscht natürlich!
00:19:19: Ich weiß ja nicht wie das Leben von Murat verlief also der jetzt als fiktiver Mensch hier halten muss.
00:19:23: nein ich bin zur anderen in der Regel gar nicht so furchtbar streng den Menschen in meinem Labor auch eigentlich das Vorleben, die Arbeit und die Begeisterung vorleben.
00:19:34: Und im Grunde glaube ich nicht dass man wenn man sagt arbeitet mehr, dass es funktioniert.
00:19:40: Man muss es vorleben.
00:19:41: also wenn der Chef all das macht was er gerne von seinen Leuten möchte respektvoll miteinander umgehen arbeiten interessiert sein motiviert sein dann braucht man nicht viel zu sagen da funktioniert das.
00:19:51: Wo ist Ihr Labor jetzt?
00:19:56: Ich bin wieder nach Bochum zurückgekommen, an dem ich in Konstanz habilitierte.
00:20:01: Da hab' ich mich dann auf alles beworben was ich bewegte und da war Bochun dabei!
00:20:07: Und dann habe ich mich beworfen.
00:20:08: meine Frau und ich haben dann noch so überlegt es ist eine gute Idee zurückzukehren weil man denkt das ist alles noch wie früher aber es ist nicht mehr.
00:20:15: die anderen wiederum denken man ist doch der gleiche wie früher für's man ja auch nicht mehr.
00:20:20: Und dann habe ich gedacht, ich käme in die Fakultät zurück, in der ich Student war und Doktorin.
00:20:26: Nehmte mich überhaupt ernst!
00:20:28: Aber das hat alles super geklappt.
00:20:30: Es gab verschiedene Möglichkeiten von Bochum wegzugehen aber Bochrum hat mir immer so tolle Angebote gemacht und es war so toll.
00:20:37: Ich bin sehr gerne in Bochums wirklich sehr, sehr gerne.
00:20:40: Haben Sie auch gegen die Rente entschieden?
00:20:43: Bestimmt, ich hab drei Jahre verlängert.
00:20:46: Das ist im Sommer nächsten Jahres zu Ende Und dann bekomme ich wohl mit größter Wahrscheinlichkeit die Fakultät dazu bestimmt, das Rektorat muss noch unterschreiben.
00:20:55: Sowas wie eine Seniorprofessur.
00:20:57: Das heißt ich muss da nicht mehr in die Fokultätsratssitzung, ich muss keine Lehre mehr machen aber ich habe Forschungsaufträge und also Arbeits-, sozusagen Dinge, die ich mache.
00:21:05: Ich ziehe um in ein Forschungsgebäude und bekomme dafür dass ich wieder sechzig Stunden arbeite zweitausend Euro extra.
00:21:14: Ich finde es doch gut oder?
00:21:15: Sie können nicht aufhören oder woher kommen?
00:21:17: Ja, ich muss schon aufhörn.
00:21:18: Ich habe meine Frau versprochen dass es im Jahr ist, mein letztes Jahr.
00:21:22: Ich kann nicht wissenschaftler sein aber ich muss ja nicht immer experimenteller Wissenschaftler sagen.
00:21:28: Das Experiment ist etwas das ein Lanzlabor kettet und das geht halt dann... Irgendwann dann doch nicht mehr so gut.
00:21:35: Aber reden wir mal über das, wofür die Leute ihnen diese unter andern den höchstdortierten Wissenschaftspreis in Deutschland, den Leibniz-Preis haben sie im Jahr hier im Jahr und da haben Sie das gegeben.
00:21:45: Sie haben den Zusammenhang hergestellt, genauer zu wissen was tatsächlich hierhin geschieht.
00:21:56: Ich muss ehrlicherweise sagen dass ich schon im Vorurteil erlegen war wie so da weiß man auch jetzt größtenteils Bescheid weil ich hatte dann gelesen Japaner in Kyoto haben behauptet sie könnten Sie könnten Träume auslesen.
00:22:09: Wenn man sogar Träuma auslese, was soll da oben in der Kiste noch rätselhaft sein?
00:22:15: Es ist aber offenbar noch genug rätselshaft.
00:22:17: Sehr vieles.
00:22:19: Und sie ... Das ist auch im Medien sehr beliebt, dass man sagt die Hirnforschung hat festgestellt das dieses oder jene Verhalten.
00:22:26: Da erschien es mir so, man könnte womöglich im Gehirn bestimmte Regionen stimulieren oder operieren, sodass man anschließend eine bestimmte Angst verliert.
00:22:37: Ein bestimmtes Unvermögen aufgehoben ist.
00:22:40: Aber jetzt, nachdem ich die Vorträge von Inter-weise gesehen habe, okay, so weit sind wir eigentlich noch offenbar noch?
00:22:45: Nein
00:22:45: bei Weitem nicht!
00:22:46: Bei Weitim nicht.
00:22:47: Wir sind halt immer diese Meldungen und dass man das und das gelöst hat.
00:22:50: Wenn man dann genau hinguckt, da sind es viele Aspekte, die man gelöst hatte.
00:22:54: Wir verstehen das Gehirn leider zu einem größeren Teil immer noch nicht weil wir vor einer Reihe von wirklich sehr fundamentalen Prozessen stehen.
00:23:02: Die Einheit des Verrechnens, all der Dinge über die wir reden ist ja die Nervenzelle davon.
00:23:07: Wir haben bei den Sechsten Achtzig Milliarden.
00:23:09: Die sind ungefähr mit je zehn, fünfzehntausend, zwanzigtausend Synapsen miteinander verbunden.
00:23:14: Das muss man jetzt mit den sechsten achtzig Milliarden multiplizieren.
00:23:17: Und jede von diesen Synapses ist mindestens zweimal in der Sekunde aktiv und wenn man das dann alles hoch multipliziert kommt man auf mehrere Billionen Aktivitäten pro Sekunde Prosekunde, genau.
00:23:31: Das heißt wir haben ein sehr aktives Gehirn.
00:23:33: Jeder Dritte bis den wir essen geht in unser Gehirnt, jeder dritte bis vierte bis.
00:23:38: und das Problem der Hirnforschung ist dass die einzelnen Einheiten in Nervenzellen das sind natürlich die Kerne, also sozusagen das Atom des Denkens gleichzeitig wechseln sie aber ununterbrochen ihre Koalitionen im hundert Millisekunden.
00:23:54: zweieinhalb Millissekundentakt Wechselwerk der ständigen Veränderungen der Aktivitäten über das Gehirn bestimmt den Prozess des Denkens.
00:24:03: Das heißt, man muss im Großen gucken – das gesamte Gehirne möglichst hoch aufgelöst in der Zeit mit dem Arm und man muss das ganz Kleine gucken die einzelnen Nervenzellen.
00:24:13: Das sind enorme Herausforderung!
00:24:15: Und die Herausforderung ist vielleicht noch nicht mal die Technik dass man sagt ah wir hätten eine bessere Technik.
00:24:21: es ist wenn Sie so viele Daten aufnehmen dann sind sie leider hinterher auch nicht schlauer.
00:24:27: Sie brauchen eine gute Theorie, um überhaupt zu wissen, wonach suche ich.
00:24:30: Das heißt es sind große Herausforderungen von denen wir stehen.
00:24:33: Aber das kriegen wir hin!
00:24:35: Also nicht mehr in meinem Leben aber im Künzip kriegen wir das hin.
00:24:39: Ja Moment da ist ja die nächste Abzweigung davon, wenn man die neuronalen Netze verstanden hat dann kann ich richtige künstliche Intelligenz herstellen weil ich dann Netze bauen kann, die lernen.
00:24:53: Und da sind wir aber, wie ich von Leuten vom Institut für Künstliche Intelligenz gehört habe noch nicht.
00:24:59: Weil die hatten zwischendurch überlegt, ah bald werden wir es geschafft haben und dann haben wir künstliche Integrenz gebaut, die immerhin auf dem Niveau eines vierjährigen Kindes ist.
00:25:07: Das mussten sie wieder kassieren, weil sie es nicht geschafft haben.
00:25:09: Wo das scheitert?
00:25:10: an den komplizierten Prozessen, die Sie gerade besprochen haben?
00:25:13: Also
00:25:13: zumindest in realen Gehirnen schaltet das an der Komplexität des Gegenstandes also auf der Zeit-Ebene und auf der Raumebene... unglaublich schnell ständig seine Koalitionen verändert, mit Koalition meine ich die Gruppierungen von Nervenzellen, die kurzfristig zusammenarbeiten.
00:25:30: An der Stelle entsteht halt sehr viel, sagen wir mal wissenschaftlicher Bedarf an Erkenntnis so dass man die Probleme runterkochen muss auf einfache Aufgaben runter kochen muss, die man dann halbwegs beherrschen kann.
00:25:43: wenn man jetzt auf die künstliche Intelligenz schaut Wir haben ja künstlige Intelligenzen, wir leben im Zeitalter des KI-Hypes.
00:25:51: Die künstliche Intelligenz, die artificiell ist, funktioniert aber komplett anders.
00:25:55: Die ist ganz anders strukturiert und das ist die Frage ob sie auch wirklich Schlussfolgerendes Denken produzieren kann.
00:26:02: Sie hat natürlich ein enormes Wissen und kann mit diesem Wissen operieren.
00:26:05: Aber ob sie wirklich Schluss folgern können so wie wir das können?
00:26:09: Das steht im Moment noch in den Sternen.
00:26:12: da gibt es welche sagen die das kann.
00:26:14: sie Die wollen dieses System aber auch verkaufen.
00:26:17: Es gibt sehr kritische Wissenschaftler, die machen die Tests und sagen nee, noch kann es das nicht.
00:26:22: Das heißt diese künstliche Intelligenz ist sehr mächtig, aber sie kann einiges nicht was wirken.
00:26:28: Aber dafür sind wir so viel langsamer als die.
00:26:32: Ich merke, aha ich habe einen ersten Scherz gemacht.
00:26:37: Sie findet den Scherzen nicht lustig.
00:26:40: Ich mache den zweiten Scherzt und sie denkt den schlimmen Gedanken.
00:26:43: Das ist ein Typ mit dem kann man sich sogar bei McDonalds plamieren.
00:26:45: Und dann sage ich aber was drittes?
00:26:47: Ich sage ein kurzes Gedicht auf und ich merke das gefällt er jetzt.
00:26:52: D.h.,
00:26:53: meine Schlussfolgerung steht im Moment noch eins oder zwei gegen mich.
00:26:57: Darf ich ein besseres Beispiel geben?
00:27:01: Kennen Sie inspektokolombo?
00:27:02: Ja sicher, Peter Falk.
00:27:04: Genau Peter Fark, genau.
00:27:05: Also das ist wie ein sehr schönes Beispiel für Schlussfolger.
00:27:08: Wir lernen im Laufe des Films, dass es ganz klar ist der Gärtner ist der Mörder.
00:27:13: Alles deutet darauf hin alles passt zusammen.
00:27:16: und dann ganz am Ende des Filmes während also der Hausherr, der eigentliche Mörde ist wir werden später erfahren zufrieden dann ist das.
00:27:23: die Polizei denkt das ist der gärtner gewesen dreht sich inspektor Kulambur noch einmal und sagt eine Frage hätte ich noch?
00:27:29: jetzt mache ich eine fiktive Geschichte.
00:27:32: Wenn es der Gärtner gewesen wäre, dürfte doch neben ihrer toten Frau nicht dieses Feuerzeug gelegen haben oder?
00:27:40: Das können doch nur sie es gewesen sein.
00:27:43: Und in dem Moment muss das gesamte logische Gebäude dass ich mir aufgebaut habe komplett neu geordnet werden und es nimmt eine neue Konfiguration an und da passt das Feuerzeug rein!
00:27:55: Das ist Schlussfolger die Fähigkeit ein Faktengebäude So umzukonfigurieren durch eine neue Information, dass es komplett anders ist.
00:28:04: Da wird bezweifelt das die künstliche Intelligenz das im Moment auf der Ebene kann.
00:28:10: Wir können das!
00:28:11: Gleichzeitig sieht man natürlich sehr stolz darauf, wir sind ja immer sehr stolzt drauf Mensch zu sein muss man natürlich sagen, dass für vieles andere nicht so gut können was die KI kann.
00:28:20: also insofern kommt darauf an wie's im moment gerade um uns steht.
00:28:24: Aber die KI ist ein Faktum, den es gibt.
00:28:27: Sie ist noch nicht ganz so schlau in allen Dingen wie wir.
00:28:31: Kann sie sich besser erinnern als wir?
00:28:33: Natürlich!
00:28:34: Ich meine wenn man Katompen von Daten ihr sich rein frisst und keine davon vergisst.
00:28:40: natürlich dafür braucht's aber dann eine riesige Menge an Informationen.
00:28:45: Wir haben die Eigenschaft und das kann KI nicht aus wenigen Beispielen zu lernen.
00:28:50: Also Nicoletta hat jetzt sich zwei Scherze angehört Und jetzt werden daraus erste Schlussfolgen gezogen.
00:28:58: Es gibt zwei Datenpunkte, aus diesen ersten zwei Datenpunkten wird eine Schlussfolge gezogen die vielleicht sogar richtig ist.
00:29:06: Also KI braucht Lexika, die es in sich hineinfrisst und das ganze Internet um solche Dinge zu können.
00:29:14: Das heißt wir würden ja evolutionär nie überlebt hätten wir erst mal zwanzig Jahre lernen müssen um den ersten Schritt zu tun.
00:29:22: Wir sehen ein fremdes Tier und finden eine Ähnlichkeit zu einem anderen Fremd, die uns sagen so wird das wohl funktionieren.
00:29:29: Und das können nur biologische Organismen.
00:29:32: Die KI hat vielleicht weniger Barrieren weil ich habe von Jörg jetzt einen ersten Eindruck und der beeinflusst mich ja für unsere wahrscheinlich weitere Bezirkschaft.
00:29:42: Naja, die KI hat halt andere Barriere.
00:29:45: Wenn Sie alle Kommentare der Zeitungen dieser Welt in sich hineinziehen Dann haben sie natürlich gewisse Vorstellungen davon, was Sie von Chinesen halten.
00:29:56: Von Schwarzen Menschen halten.
00:29:57: Ja!
00:29:57: Von Homosexuellen halten und so weiter und so fort.
00:30:00: Das sind alles Dinge die durch diese Internetgeschichten dann in dieses System hineingehen.
00:30:08: Und die möchten wir ja wirklich nicht.
00:30:10: Die sind dann aber drin.
00:30:13: Wenn wir jetzt wieder zurückkommen zu... Sie gucken sich das hier an?
00:30:16: Ja.
00:30:17: Es sollen Schlussfolgerungen, Rückschlüsse gezogen werden darauf wie wir uns verhalten.
00:30:22: Ich habe, sagen wir mal weiter noch als das hier in die biologischen Einflüsse insgesamt weil ich kann mir vorstellen wenn man richtig Stress haben will heutzutage oder wenn ich jetzt richtig stress haben wollte ginge ich an die Humboldt Universität oder hier in Dortmund oder im Buch um In einer, naja ich weiß nicht genau wie das... Ich habe eine Bekannte oder die Tochter eines bekannten Studier-Gender-Studies und dann sage ich so.
00:30:50: Lola, so heißt die Jungfrau ist es folgendermaßen Die Frau, die menstruiert während sie menstruiert hat ein räumliches Vorstellungsvermögen, dass dem das Mann gleich oder identisch ist.
00:31:03: Die Frau am zwanzigsten Tag ihres Zyklus hat ein räumliches Verständnis, was nicht mehr dem eines Mannes erschien.
00:31:11: Wer
00:31:11: würde so etwas sagen?
00:31:12: Wer würde sowas sagen?
00:31:13: zum Beispiel Sie.
00:31:14: Das stimmt!
00:31:15: Das
00:31:15: ist tolle
00:31:16: Daten gewesen.
00:31:16: Horror
00:31:17: natürlich, sowas zu verkaufen.
00:31:20: und dann ich sehe eine Germanistik-Professorin vor mir die man was ähnliches gesagt hat, die gesagt hat Pura Biologismus.
00:31:27: Was sie sich da erlauben, was antworten Sie denn wenn es dann gesagt wird?
00:31:30: wie kann man denn
00:31:33: Also erstens, ich habe eine Lebensstelle und das finde ich dann eigentlich schon irgendwie beruhigend.
00:31:40: Und zweitens – das sind Fakten!
00:31:42: Das sind Daten.
00:31:43: die sind ideologiefrei erhoben worden.
00:31:46: sie können es gerne am besten machen Sie einfach das Experiment normal.
00:31:50: Aber was
00:31:50: ist denn an dem zwanzigsten Tag des Zyklus?
00:31:52: Was ist denn da los dass Frau Dampel sich das räumliche Vermögen nicht mehr hat?
00:31:55: Naja unsere Theorie ist natürlich durch den Pig an Progestironen und Estradiol Es zu einer anderen Hirnkonfiguration kommt, dass die beiden Hemisphären weniger eng miteinander koppeln.
00:32:07: Wie ich genau von dem weniger eng miteinander koppel zu der räumlichen Vorstellung komme, das haben wir noch nicht geklärt.
00:32:14: Was wir aber geklärten ist, daß die räumliche Vorstellung tatsächlich darunter leidt für einen bestimmten Test.
00:32:21: Dass das über den Monastzyklus bei Frauen verschieben ist und eigentlich ist eine gute Nachricht.
00:32:25: Das heißt ja ständig Frauen könnten nicht so gut räumlich denken.
00:32:28: Wir sagen, das stimmt nicht!
00:32:30: Wenn sie in der Mensis sind, dann können Sie es genauso gut.
00:32:32: Und nach den Wechseljahren ist das sowieso ... hat die Frau durchwärgt ein gutes Zürcher und dieses Vorstellungsmodell?
00:32:38: Genau!
00:32:38: Da haben wir auch getestet.
00:32:39: Im Ernst, Sie haben das
00:32:40: getestelt?!
00:32:40: Ja
00:32:40: natürlich!
00:32:42: Großem Spaß solche Experimente zu machen.
00:32:44: Warum macht er so einen besonderen Spaß?
00:32:46: Weil es einfach so interessant ist... und weil man mit Menschen zusammenarbeitet und weil das so verrückte Ideen sind aus den Daten erfolgen.
00:32:54: Ich will Ihnen ein Experiment, darf ich das ganz kurz schildern?
00:32:57: Wir haben ein Experiment, als ich von Konstanz nach Bochum um Zug eins der ersten.
00:33:01: Wir haben uns gedacht okay wir müssen Frauen nach der Menopause untersuchen weil die haben eigentlich ein stabiles Hormoniveau und wir wollen Männer und Frauen vergleichen und zwar über den Zyklus der Frauen hinweg.
00:33:13: Die Frau gibt den Takt an.
00:33:15: das heißt unsere Studentinnen haben mich angerufen wenn sie ihre Menschrationsblutung bekommen haben.
00:33:22: Das heißt die haben dann gesagt also die riefen was weiß ich.
00:33:24: am Sonntag rief Manuela an.
00:33:27: Man sagte, Herr Prof.
00:33:27: Günterkün, ich habe jetzt meine Menstruation gekriegt.
00:33:30: Ich sag' super!
00:33:31: Manuela kommt morgen am Montag um neun ins Labor.
00:33:34: Dann hab' ich den Michel angerufen und gesagt, Manuela hat ihre Menstruationsblutung.
00:33:38: Kommt morgen um zehn ins
00:33:39: Labor.".
00:33:39: Dann hab', die Frau Müller angerufen.
00:33:41: Frau Mülla-Manuela hat Ihre Menstruionsblutungen.
00:33:45: Kommen Sie bitte morgen um elf ins
00:33:46: Labor!".
00:33:47: Dann haben wir sie praktisch getaktet und Manuela den Takt angegeben über den ganzen Zyklus hinweg.
00:33:52: Und so haben wir unsere Daten erhoben... Diese ganze Organisation mit den Menschen, die Fragestellung kommt das wirklich raus.
00:33:59: Das macht doch ein Wahnsinningspaß!
00:34:01: Ich würde dafür bezahlen, es zu tun.
00:34:03: Okay, ich würde das zu erforschen.
00:34:04: aber jetzt wenn ich dir jetzt zu dir sage ja läuft gerade nicht so mit deinem räumlichen Forschungsverwögen die Hormone, du Arme.
00:34:13: Ich finde sie auch so schrecklich.
00:34:14: Ist
00:34:15: das dieselbe Studie wo Sie festgestellt haben dass Männer besser einparken können?
00:34:19: Nee, das ist eine andere Studie.
00:34:20: Aber hat so'n bisschen Zusammenhang.
00:34:22: Ja, also da muss ich leider meine Frau ins Spiel bringen.
00:34:26: Ich habe mich einfach sehr dafür interessiert, denn räumliche Kognition ist natürlich etwas... das kann man eigentlich auch lernen wenn es eine sehr ähnliche räumliche Fragestellung sind!
00:34:36: Wir wohnten damals in einer Wohnung mit einem Carport und ich muss gleich sagen, ich bin mit einer hochintelligenten Frau verheiratet die auch wahnsinnig gut Handwerkern kann wie Sägt, Boat, Möbel macht
00:34:48: usw.,
00:34:48: also ne tolle Frau.
00:34:50: aber Wenn es um das Einparken in das K-Port ging, vor allen Dingen rückwärts einparken.
00:34:56: Dann war das immer eine kleine Familienkrise und es war auch keine Lernkurve erkennbar schon dieser Zeit.
00:35:03: Und ich habe mich immer gefragt wie geht das?
00:35:06: Wie kann das sein?
00:35:07: Und natürlich kennen jeder diese Witze mit Frauen und Parken.
00:35:10: Und dann hab' ich darüber mit Kollegen gesprochen.
00:35:13: die waren entrüstet.
00:35:15: Die sagten dass doch Quatsch was gibt es nicht!
00:35:17: Und die haben damals sogar einen Buch publiziert weil sie so gegen den sexistischen Biologismus den anprangerten und auf dem das Titel des Buches war, warum Frauen doch einparken können.
00:35:29: Und Männer auch zuhören oder so.
00:35:32: Ich sagte woher wisst ihr denn dass die Frauen genauso gut einpacken können für die Männer?
00:35:36: Vielleicht ist es ja gar nicht so!
00:35:38: Da sagt, ja natürlich ist das so.
00:35:40: Ich sag wo hier sind die Daten dafür?
00:35:41: Ja gibt's keine!
00:35:42: Ihr prangert andere an dass ihr schlechte Wissenschaft habt und ihr nehmt es auf den Titel ohne einen einzigen Datenpunkt.
00:35:49: ich werde das jetzt probieren.
00:35:50: Und da sagt wie bist du verrückt?
00:35:52: Ist deine Ängste?
00:35:53: Du bist tot!
00:35:54: Ich sage ich hab eine Lebensstelle.
00:35:57: Das kann mir so schnell nicht passieren.
00:35:59: Dann haben wir mit einer großen Autofirma in Bayern ein größeres Gespräch geführt, die hat uns ein absurdes Auto zur Verfügung gestellt zum Testen.
00:36:10: Das wussten wir haben weil wir wollten Fahrschulanfänger nehmen also Leute die gerade den Führerschein haben maximal zwei Wochen und wir wollten nicht dass dann irgendwie ein normales Auto wo die Hälfte dann sagt ah das war mein Fahrschullwagen und die andere sagt oh in dem Auto habe ich noch nie gesehen, da hab' ich doch nie gesessen.
00:36:29: Wir haben dieses absurde Auto genommen Das war das Testwegel.
00:36:34: Dann bin ich zu einem Schrotthändler gegangen und habe gesagt, würdest du mir drei Schrotteautos vermieten für drei Monate?
00:36:40: Und ich möchte die Sohn so arrangieren.
00:36:42: Und das ist das Testgelände, die rundherum gepackt werden.
00:36:46: Er sagt ja mach' ich.
00:36:48: Ich sage was kostet das?
00:36:49: Er sagt tausend Euro.
00:36:50: Alles klar!
00:36:51: Wir haben ein Deal.
00:36:52: Er hat gesagt, wieso machst Du
00:36:53: das?!
00:36:54: Ich sag', ich teste Männer- und Frauen beim Einparken.
00:36:57: Da grinst er mich an und sagte, ich mach's dir
00:36:58: umsonst.".
00:36:59: Von dem hab ich natürlich auch gedankt.
00:37:01: Und dann haben wir die Versuchspersonen rekrutiert, erfahrene und eben sehr novizen überall Kameras, Messgeräte usw.
00:37:11: Es kam raus dass Frauen tatsächlich deutlich mehr Zeit brauchen um etwas schlechter einzuparten.
00:37:20: Bis dahin ist es eine Zirkusnummer.
00:37:22: jetzt ist die Frage woran liegt das?
00:37:25: Dann wird es zur Wissenschaft
00:37:27: Oder zur Ideologie, weil man sagen kann das wird den Frauen schon falsch erzielt in der Fahrschule?
00:37:31: Ja
00:37:32: also ich finde die Implikation sehr schön.
00:37:34: Ich müsste es ausholen auch als Ehrenrettung für meine Frau.
00:37:40: Es hängt damit zusammen dass ganz am Anfang ist wirklich ein biologischen Faktor gibt nämlich Die Fahrschulnovizen die ja warten schlecht eingeparkt Weil sie ganz schlechte Werte in diesem räumlichen Rotationstest hatten.
00:37:55: Das war hoch korreliert mit ihrer, sozusagen mit ihrer schlechten Leistung.
00:37:59: Männer machten den Test viel besser und die hatten auch bessere Leistungen.
00:38:03: Ein Jahr später packten die Frauen genauso schlecht ein also nicht die gleichen Frauen sondern Frauen und Männer die schon ein Jahr mindestens den Führerschein hatten.
00:38:13: Die packten genau so deutlich schlechter ein als die Männer waren aber besser geworden.
00:38:18: Also beide Gruppen waren besser geworden.
00:38:20: der Abstand war gleich geblieben.
00:38:22: Aber hier gab es jetzt keinen Zusammenhang mehr mit dem Rotationstest, sondern nur noch mit dem Selbstbewusstsein beim Parken.
00:38:29: Und unsere Theorie ist junge Frauen setzen sich in das Fahrschulauto.
00:38:34: jeder kennt die Witze mit Frauen und Parken und dann sehen sie auch
00:38:38: f*****g.
00:38:39: Es ist genauso wie netwitzen!
00:38:41: Und daraus entsteht eine Angst vor der Parklücke, die sich lange hält.
00:38:46: wo meine Message ist Frauen dieser Welt traut euch es ist nur Psychologie Es ist keine Biologie, die euch davon abhält.
00:38:55: Nur für die ersten Wochen war es Biologie danach nicht mehr.
00:38:58: Das hat übrigens meiner Frau trotzdem nicht geholfen.
00:39:02: Wenn Sie das so sagen als Psychologe?
00:39:05: Wenn Sie sagen, es ist nur Psychologie dann heißt das, die Psychologie ist weniger als die Biologie.
00:39:12: oder mit der Biologie entkommen ich nicht.
00:39:16: Die Biologie spielt zumindest bei dieser Leistung kaum noch eine Rolle weil ... Sie stellen sich das gar nicht mehr theoretisch räumlich vor, sondern haben Routine entwickelt.
00:39:25: Wenn an dem Rückspiegel das und das vorbei geht dann muss ich so und so... Sie haben Routinen entwickelt!
00:39:31: Wenn sie aber insgesamt versuchen nur noch die ganz großen Parkplätze anzufahren Und Angst davor haben dass es sich blabieren und jetzt guckt wieder einer usw.. Dann packen sie auch schlecht.
00:39:41: Das geht auch Männern so wenn sie solche Sachen denken.
00:39:44: Was sie also brauchen ist ein selbstbewusstes Angieren.
00:39:49: Meine Frau sagt, ich habe es versucht.
00:39:50: Das hat bei mir nicht geklappt.
00:39:52: Andere Frauen haben gesagt, das hat sehr gut geklappt.
00:39:55: Ich finde das in gute Nachrichten und Psychologie ist nicht weniger.
00:39:58: Es ist nur ein anderer Teil des menschlichen Seils.
00:40:02: Aber wie beeinflusst die Psychologie?
00:40:04: Ihr habt eine Diskussion dabei sitzen, wo wir unterschiedliche Wissenschaftler sich zur Evolution der sexuellen Untreue unterhalten.
00:40:13: haben Natürlich Biologe gesagt, naja beim Ziebrafinken ist es so ähnlich wie bei männlichen Männchen.
00:40:22: Es möchte seinen Samen möglichst weit verstreuen.
00:40:26: das sind seine evolutionäre Aufgabe.
00:40:27: das ist das was gewissermaßen im genetischen Erbel liegt.
00:40:31: da hat die Germanistin aufgeschrien und er hat gesagt dass wieder Biologismus weil sie sagt bei Menschen was man beim Menschen ja darüber ist der freie Wille.
00:40:40: Also der sagt okay das mag schon sein, dass ich jetzt spüre und ich möchte hier auch nochmal.
00:40:45: Und dann sagt mir aber der Freibilder, das tust du aber nicht weil du dich gewissen Normen verschrieben hast?
00:40:52: Das normative Gebäude können Sie ja nicht messen!
00:40:55: Das normativer Gebäud kann ich nicht mess'n also zumindest nicht mit neurowissenschaftlichen Methoden.
00:41:00: zum freien Willen und zu der Germanistin erstens... Das Menchi-Girne ist nicht im Rahmen der französischen Revolution entstanden.
00:41:07: Und da muss man natürlich auch sagen, wenn es den Freien Willen so gäbe bräuchte es dich tausend Versuche mit einer Diät erfolgreich zu sein und jeden Tag wird eine neue erfunden.
00:41:17: dann wüssten wir alle mach so viel Sport wie du willst und machst soviel Sport wie notwendig.
00:41:21: uns erweitern sofort.
00:41:22: Vieles von dem was wir uns wünschen zu tun scheitert daran dass wir doch so großen Wunsch haben nach Nahrung Meinst du, nach Sex?
00:41:32: Nach Wärme und diesem Milienum.
00:41:34: Dass wir anfangen Kompromisse reinzugehen!
00:41:36: Und letztendlich ist das genau das was der Mensch is'.
00:41:40: Es gibt kein Tier auf dieser Welt, dass in diesem Ausmaße an der Schnittstelle zwischen einer kulturellen Evolution und einer biologischen Evolution steht.
00:41:49: Genau an dieser Schnittsstelle ist der Mensch beheimatet wie kein anderes Tier auf dem Planeten.
00:41:56: Das bedeutet... Beide Komponenten, ich kann die nicht auseinander pflücken.
00:42:00: Sie sind jeden Augenblick in mir verwoben Deshalb... Ich weiß es nicht ob Männer wirklich ständig wollen dass sie ihren Samen verbreiten aber Es mag sein das solche Komponenten auch bei uns noch existieren Aber es gibt eine Kultur-Evolution In der wir in der Lage sind über diese Dinge auch normativ nachzudenken und dementsprechend unser Verhalten zu verändern.
00:42:22: Ist Intelligenz angeboren?
00:42:25: Alles ist angeboren und alles ist Umwelt.
00:42:28: Intelligenz besteht aus ganz vielen genetischen Komponenten, die alle winzige Bruchteile leisten.
00:42:35: Und natürlich gibt es eine genetische Komponente der Intelligenze und natürlich gibt das eine Umweltkomponentin.
00:42:40: Das Interessante ist dass wir häufig sagen fünfzig Prozent der Intelligenz sind die Gene.
00:42:46: Das mag in Populationsmittel in einem Land wie Deutschland gelten aber es gilt nicht überall in Deutschland.
00:42:54: Wenn Sie in die ärmeren Regionen Deutschlands gehen, wo es sehr viel unterschiedlicher ist als das Bildungsniveau der Menschen sind.
00:43:03: Dann ist der genetische Komponente der Intelligenz sehr viel niedriger und die Umweltbeitrag ist sehr viel höher.
00:43:12: Wenn sie zum Beispiel in meiner Heimatstadt Bochum nach Stiepel gehen oder an die Akademiker und die etwas begüteteren Menschen wohnen Dann ist der größte Teil der Intelligenz dort genetisch determiniert, weil die Umweltvarianz ist ganz klein.
00:43:27: Die Menschen, die dort wohnen sind in der Regel sowohl intellektuell durch ihren Bildungshintergrund und finanziell in der Lage für ihre Kinder immer das Beste zu wollen und zu tun.
00:43:38: Da geht es dann nur noch darum lernt die Clara Klavier oder lernt sie Geige?
00:43:42: Und im Norden von Bochum haben die Menschen ganz andere Probleme.
00:43:45: da geht's nicht um Geige und Klavier sondern um ganz anderes Und da ist die Umweltkomponente sehr viel größer.
00:43:52: Was folgt daraus?
00:43:53: Investiert in die Armutsregion, dort könnte die Intelligenz boosten!
00:43:58: Es ist nicht so...
00:43:58: Ich sehe, kann man die Intelligenz boosten sagen?
00:44:00: Natürlich,
00:44:01: klar natürlich kann man sie boosten.
00:44:03: Intelligenze ist ja nicht Schicksal.
00:44:06: Ihre Genetik ist Schicksale aber ihre Umwelt ist doch nicht Schicksal.
00:44:11: Wenn Sie sagen es fällt mir jetzt schwer diese Bücher zu lesen wenn sich dazu zwingt Und wenn sie daraus etwas entwickeln, was ihnen noch Spaß macht, dann boosten Sie ihre Intelligenz.
00:44:21: Das ist aber der Schritt, den Sie gerade genannt haben... das ist wieder schrittbar in einer Schule mit dem Minus zwei, wenn er zum Fenster rausguckt hat.
00:44:30: Also umsonst gibt es das halt nicht
00:44:32: mehr?
00:44:35: Es geht ein Leben lang!
00:44:37: Aber wann bin ich oder wann sind wir als Menschen?
00:44:42: nur Objekt der Biologie.
00:44:43: Ich denke jetzt an das Katzenbeispiel, weil ich viele Ungaben mit Katzen habe.
00:44:46: Die Katzen sehen eine Maus kommt vorbei und die Maus ist logischerweise tot.
00:44:50: Es gibt für den Katze keinen Grund diese Maus zu töten außer dass sie eine Katze ist und sich denkt, ich bin ne Katze, ich mach die Maustür.
00:44:56: ein bumm biologisches Programm läuft ab.
00:44:58: es erscheint auch nicht stoppbar.
00:45:00: um Erziehung ist ausgeschossen.
00:45:02: Gibt es noch Sachen an uns Menschen wo wir so sehr Objekt von einem Programm sind?
00:45:07: Von einem eingespeicherten Programm was abläuft?
00:45:10: Naja, in Situationen von extremen Hunger zum Beispiel, extremer Durst dann berichten ja Menschen dass sie bereit sind unglaublich viele Dinge zu tun auch unmoralische Dinge schreckliche Dinge zu tun um an Nahrung zu kommen.
00:45:24: An der Stelle geht es uns überleben und da werden wir dann sehr biologistisch.
00:45:31: Wir müssen das aber nicht sein wenn es uns besser geht.
00:45:34: ich glaube ist es falsch zu sagen Da sind zwei getrennte Sphären.
00:45:39: die greifen jeden Augenblick ineinander.
00:45:43: Ich rede jetzt zum Beispiel, dass ich atme ist Biologie.
00:45:46: ohne dem würde ich sterben.
00:45:48: aber ich rede Deutsch und Deutsch hat eine gewisse Rhythmik.
00:45:51: damit ich überhaupt sprechen kann muss sich Luft aus meiner Lunge pressen Und die Rhythmie ist der deutschen Sprache angepasst Die ein Kulturgut ist.
00:46:01: das habe mich ja gelernt.
00:46:01: damit bin nicht geboren worden.
00:46:03: Das heißt selbst basale Dinge wie Atmen werden plötzlich unter die Kulturkontrolle gestellt In dem Moment, in dem ich Deutsch spreche.
00:46:12: Wenn ich eine andere Sprache sprechen würde, hätte ich einen etwas anderen Rhythmus meines Atmens.
00:46:17: Aber beim Sprechen habe ich gehört dass Sie sagen, da arbeiten auch beide Gehirnhäfen zusammen?
00:46:22: Die eine bringt, liefert du das Wort und die andere die Emotion wie ja die emotionale Untertünung.
00:46:27: also wenn ich jetzt zum Beispiel sage die emotionelle Untertönung.
00:46:31: Ich könnte auch sagen, wenn ich Jetzt zum Beispiel Sage die emotionale Untertündung dass wir natürlich Roboter haben.
00:46:39: Stellen Sie sich vor, sie rufen einen Freund an den sie langescheinlich angerufen haben und die Person sagt, ich freue mich so, dass du Anrufst Nicolette.
00:46:47: Er könnte auch sein, dass der sagt, ach, ich freu mich so das Du Anruft
00:46:51: Nicoletta.".
00:46:53: Die gleichen Worte aber, die Modulation ist ganz anders.
00:46:56: Das ist ein ganz wichtiger Beitrag der rechten Herren Elfte – die linke Hemisphäre, die ganze Sprachmotorik die grammatikalische Struktur, viele von den Worten, die abgegriffen werden.
00:47:08: Und das Verrückte ist, dass Ganze muss koordiniert werden über den Flaschenhals einer Verbindung zwischen den beiden Ehrenäften, die im Schnitt viel zu langsam ist um es zu leisten.
00:47:19: Ziehen Sie selbst so einfache Dinge verstehen wir doch nicht?
00:47:23: Selbst das!
00:47:26: Wie kommen die beiden Hörnriften so schnell zueinander?
00:47:28: Wenn
00:47:29: Sie sagen, das habe ich in dem Vortrag von Ihnen gehört.
00:47:31: Der Mensch ist das klügste Lebewesen auf der Welt und dann könnte man hier jetzt – und ist mal lange Zeit glaube ich auch in der Versuchung gewesen zu sagen ja wenn nehmen wir das mal an weil der Mensch Dinge kann, die anderen Säugetiere nicht können.
00:47:43: Dann heißt es ja eigentlich dass diejenigen anderen Geschöpfe Tiere in diesem Fall intelligent sind oder intelligente sind, oder ähnlich intelligent sind wenn ihre Hirne so gebaut sind wie unsere.
00:47:58: Und das könnte ich genau so lange behaupten bis Herr Prof.
00:48:01: Günther Köln kommt und sagt Leute, dass hier in der Taube ist viel kleiner und ganz anders gebaut und kann aber trotzdem soviel... Wie geht das?
00:48:12: Also die Tauber kann natürlich nicht so viel wie ein Mensch.
00:48:15: es gibt kein Lebenwesen, dass das kann was sein Mensch.
00:48:17: Aber wenn sie zum Beispiel eine Saatgräe nehmen wir fliegen hier draußen überall rum.
00:48:21: Das hat ein Gehirn von ungefähr zehn Gramm und es hat eigentlich keinen Cortex in Hirnrinde.
00:48:27: Nehmen Sie einen Chimpanzen, der hat vierhundert Gramm-Gehirnen also vierzig mal so viel und hat eine sehr große Hirnrinne.
00:48:33: Wir gehen davon aus die Hirnringe machts das ist die Ultima Ratio.
00:48:39: Da läuft er da läuft's ab rund und große Gerne schaffen viel mehr als kleine Gerne.
00:48:44: dann müsste die Saatkrehe ja viel schlechter sein.
00:48:47: Es gibt aber kein einzigen Test indem eine Saat Krehe schlechter abschneidet als ein Chimbranze.
00:48:54: Das bedeutet, dass wir seit hundert Jahren die falsche Theorie hatten.
00:48:58: Das ist glaube ich ein ganz wichtiger Punkt wenn wir immer nur die Tiere untersuchen, die uns ganz ähnlich sind dann können wir eine Idee auf den Leim gehen das es so und nur so gehen muss wie das Gehirn, das uns ähnlich ist.
00:49:14: Und wenn wir dann Gehirne nehmen, die ganz anders sind wie zum Beispiel die der Vögel Dann stellen wir fest Auch in diesem ganz anderen Gehirn geht es sehr gut.
00:49:23: Und, es geht mit sehr viel weniger Gehirnen ungefähr genauso
00:49:27: gut.".
00:49:37: eine Älster, wenn sie sich im Spiegel anguckt dass das Sie ist.
00:49:41: Und Sie haben herausgefunden ja tut sie aber da man die Älzer ja nicht fragen kann oder sie nicht anfangen begeistert zu schilpen weil Hurra da bin ich geworden wie wir Kunden sie festmachen dass die älter tatsächlich in der Lage ist also ihr eigenes selbst zu erkennen selbst das wie ich glaube man Freudianer es würde man das ja schon abstreiten dass sie dass die Elze hat ja überhaupt keine Vorstellung von ihrem
00:50:02: Ich.
00:50:03: Also wenn man so denkt, dann darf es das nicht sein.
00:50:06: Blöde dass es dann doch so ist.
00:50:09: Ich sag ja McDonalds!
00:50:12: Mein Gott, ich tut mir leid, Entschuldigung.
00:50:14: Die Älster.
00:50:15: Der übliche Test der Mann macht ist eigentlich relativ einfach.
00:50:18: Zuerst nimmt man die Hand aufgezogen sind, die soll ja angstfrei sein im ganzen Experiment und irgendwann gibt man ihnen einen Spiegel.
00:50:26: Und man beobachtet sie einfach nur tagelang vor diesem Spiegeln.
00:50:29: Tagelang.
00:50:31: Man gibt ihn jeden Tag ein, zwei Stunden den Spiegel und man beobachtet sie dann jedes Mal.
00:50:36: Um so lange bis die Elstern ihr Verhalten am Anfang ist – Sie zeigen Sozialkontakt, sie sind aggressiv, sie interagieren mit dem Spiegl wie einer anderen Elster.
00:50:47: Das lässt dann nach und nach nach ab Und stattdessen gibt es ein ganz komisches Verhalten das die Tiere zeigen.
00:50:53: Das ist so wie wenn wir vor dem Spiegel stehen oder den Kopf rhythmisch nach links und rechts wackeln lassen oder rauf und runter, oder die Zunge rausstrecken und gucken was da im Spiegel sich abspielt.
00:51:04: Das heißt die Tiere scheinen zu checken ob das wirklich meine eigenen Bewegungen sind die da eins zu eins passieren?
00:51:12: Wenn die Tiere das zeigen kommt der letzte Teil des Tests.
00:51:16: wir geben ihnen in einem Experiment mit den Elstern also einen kleinen gelben Sticker den wir ihn unter den Schnabel kleben so dass die Tiere den nicht sehen können.
00:51:27: Aber im Spiegel sehen sie das sofort!
00:51:29: Der Sticker ist entweder gelb oder schwarz, wenn er gelbe sieht man ihn sofort.
00:51:34: Wenn er schwarz ist auf dem Schwarzen Gefieder fast nicht zu sehen und dann testet man die mit Gelb oder mit Schwarz entweder mit Spiegl oder mit dem Spiegle umgedreht der nicht reflektiert.
00:51:46: Und nur unter der Bedingung spiegel plus gelber Sticker an dem an der Kehle sollten die Tiere versuchen das Ding zu entfernen.
00:51:57: Weil sie haben ja mittlerweile ein Selbstbild, Sie haben ja eine Woche langsamer in den Spiegel geguckt und sie wissen dass dieses gelbe Ding da nicht dazugehört.
00:52:04: Und genau das machen die Älste!
00:52:07: Sie versuchen diesen gelben Sticker zu entfern aber nicht den schwarzen weil sie ihn wahrscheinlich nicht gesehen haben.
00:52:12: so wie wir ihn nicht sehen und auch nicht wenn sie den spiegeln nicht haben ist also nicht dass sie merken dass da was klebt denn auch das schwarze klebt sondern es ist nur dass sie das sehen.
00:52:23: Und das geht eigentlich nur, wenn die Tiere eine Vorstellung von sich haben und gleichzeitig auch wissen.
00:52:29: Das ist mein Körper!
00:52:30: Und hier komme ich mit einer Klaue oder so an diese Stelle dran.
00:52:34: D.h.,
00:52:34: sie müssen schon ein gewisses Gefühl von Ich haben.
00:52:38: Sonst geht es nicht.
00:52:40: Also es eigentlich unterschätzt, wenn man sagt, der mit dem Spatzen hierhin... ...das massiv unterschetzt ja?
00:52:47: Kennst du solche auch?
00:52:48: Ich möchte nicht, dass du Spaßnieren sagst und dann in meine Richtung guckst.
00:52:52: Das bedrückt mich, weil ich habe nicht zu Ende studiert.
00:52:54: Hier ist ein Professor Doktor Doktor.
00:52:55: Danke schön Nikola.
00:52:57: Ich kenne aber den Ausdruckspatzenherren Dankeschön.
00:53:00: Am Anfang des Satzes bei Spazenjern hat sie auch mich angeguckt.
00:53:04: Insofern ist das okay.
00:53:06: Aber wie ist es wenn man zum Beispiel immer einmal eine Hundehalterin Und man ist sowieso ja als mensch der Tiere hat Sondern sowieso mal genauer ich zu sagen Eine Persönlichkeit.
00:53:16: Ja, jetzt merke ich doch genau heute geht es ihm nicht so gut.
00:53:19: Heute ist er schlecht gelaunt.
00:53:20: Der denkt bestimmt wobleibig?
00:53:22: Denkt bestimmt wo bleibe ich?
00:53:23: und so weiter.
00:53:24: Er leistet diese Art von Wissenschaft, dieser Art von Experimenten, den ich vorschubt, dass man hingeht und sagt guck mal die Älze erkennt sich, die älzer weiß sie ist die schönste Älza der Welt wenn sie sich im Spiegel anguckt.
00:53:37: Ist das nicht dann letztendlich da?
00:53:39: was hat die
00:53:39: falsche Mühe?
00:53:40: Diese Art von Forschung zeigt ja nicht nur was die Tiere können sondern auch zum Beispiel was sie nicht können.
00:53:45: Tauben erkennen sich wahrscheinlich nicht im Spiegel, ohne dass wir das hundertprozentig genau wissen.
00:53:52: Das heißt sie zeigt auch was Tiere nicht können und ich glaube es ist gar nicht... Sie leistet aber einen ganz wichtigen Beitrag wenn es so sein sollte Und heute hatte ich gerade eine längere Diskussion mit einem Mitarbeiter über Bewusstsein bei Tauben.
00:54:05: Wir machen Experimente in denen es immer ein bisschen aussieht als hätten sie's Aber nicht so richtig, dass man es ganz beweisen kann.
00:54:12: Stellen wir uns vor, wir würden bei einem so einfachen Tier wie einer Taube nachweisen, dass das Tier Bewusstsein hätte.
00:54:20: Müssen wir nicht anders über Tiere denken?
00:54:23: Müssten wir nicht vielleicht unser Verhalten ändern?
00:54:26: Müssen wir vielleicht noch einmal sehr genau darüber nachdenken?
00:54:29: was machen wir mit den Milliarden von Hühnern in diesen riesigen Farmen mit den Kühlen?
00:54:35: Das heißt diese Erkenntnisse bringen auch eine gesellschaftliche Komponente mit sich die Eventuell eines Tages bedeuten könnte, du darfst keine Tier-Experimente mehr machen.
00:54:46: Weil du selbst als nachgewiesen was alles in diesen Tieren vorgeht?
00:54:50: Dann ist das halt so!
00:54:51: Das heißt wir Wissenschaftler bringen die Erkenntnisse aber fast daraus folgt.
00:54:55: Das ist ein gesellschaftlicher Diskurs und ich finde es ein wichtiger Beitrag aus den Augen eines Tieres die Welt zumindest ansatzweise sehen zu können.
00:55:05: Aber jetzt haben Sie ja selbst schon mal gesagt, dass diese Theorie wenn ein Tier intelligent sein soll dann muss das hier so ähnlich gebaut sein wie das des Menschen.
00:55:13: Die hat ja immerhin hundert Jahre gehalten.
00:55:15: würden sie sagen, dass sie schon eine Theorie gefunden haben die einen Jahrhundert hält?
00:55:19: Natürlich nicht.
00:55:20: ich werde ja nie hundert also auf keinen Fall.
00:55:23: Ich glaube es geht auch gar nicht darum dass man sich über Menschen Das wäre das dümmste Sich über Wissenschaftler lustig zu machen die weniger wissen konnten als wir es heute tun.
00:55:33: Wir schlagen neue Theorien vor, die Menschen hier heute arbeiten.
00:55:36: Dazu gehöre ich um mal schauen ob davon was übrig bleibt in hundert Jahren.
00:55:41: Ich glaube der Beitrag den ich an dieser Stelle zusammen mit Kollegen natürlich geleistet habe ist dass wir zeigen könnten das es viele Formen das denken in sehr vielen verschiedenen Gehirnen passiert die sehr unterschiedliche Architekturen haben.
00:55:57: und eigentlich spannende Teil ist jetzt folgender Was ist gemeinsam an diesen verschiedenen Gärmen?
00:56:04: Finden wir Komponenten, bei denen wir sagen können.
00:56:06: Für diese Art von Denkprozess gibt es keine andere Lösung in der Evolution als die eine, die wir sowohl bei Vögeln als auch bei Säugetieren identifiziert haben.
00:56:18: Dann hätten wir ne Hypothese umzugucken, finden wir die auch bei Octopus, finden weh die auch beider Biene.
00:56:23: dann hätten wie wirklich Aussteine des Denkens, die die Evolution immer wieder neu entwickeln muss, wenn sie einen bestimmten Typus des Denkens erzeugen möchte.
00:56:34: Das finde ich aufregend und das mache ich.
00:56:37: Wenn ich jetzt was
00:56:38: für Vertreter eines Pharmaunternehmens hernehme bei den Pharma-Unternehmen Lili heißen die glaube ich, die haben jetzt ihren Umsatz rekordmäßig erhöht weil Sie die Abnehmung zu Munjaro erzeugt.
00:56:49: Die kommen jetzt an und Forscher brauchen Drittmittel.
00:56:51: Ich komme jetzt an Aber was ich möchte, ist nicht die Biene.
00:56:59: Ich möchte, dass Sie mir genauer Bescheid sagen.
00:57:04: wie kann ich am Hirn?
00:57:06: eines Menschen so oder wie kann ich ihm versprechen, dass sich immer ein Präparat an die Hand gebe was gewissermaßen seinen Hirn boostet.
00:57:16: Außer dass er auf so einen LSD-Trip also keine Trips sondern er soll gebustet werden er soll meinetwegen bestimmte Sachen die er jetzt in einer Verhaltstherapie sich abtrainiert bestimmt der engste Auftrittsangst.
00:57:28: Wie können sie mir das erforschen?
00:57:30: Dass ich eine Pille irgendwann habe wo ich sage so Frau Knus ab sofort Fünfzehnhundert Leute im Saal, kein Problem.
00:57:36: Sie brauchen keinen Zettel.
00:57:37: Sie reden einfach völlig angstvoll vor sich hin.
00:57:39: Würden wir das auch möglich sein?
00:57:41: Also ich wette an dieser Fragestellung jetzt nicht so den ganz großen Interesse.
00:57:47: Zwanzig Millionen klingen verlockend aber ich meine es ist auch nur Geld würde ich nicht machen.
00:57:52: Aber das Prinzip dass sie ansprechen das ist was total wichtiges und ich bin froh dass es Wissenschaftler gibt die das genau erforschen also Wissenschaftler geben, die sich um Menschen kümmern.
00:58:05: Ich will ja einfach nur immer die Grundlagen wissen.
00:58:08: Ich wollte auch nie Psychotherapeut werden.
00:58:10: Ich glaube ich bin kein guter Mensch.
00:58:11: also ich wollte einfach immer nur verstehen.
00:58:14: Die Menschen, die dann das was wir verstehen auch umsetzen können so dass Menschen wirklich etwas davon haben.
00:58:20: Das sind ganz wichtige Kolleginnen und Kollegen.
00:58:23: Das sollen aber dann andere machen.
00:58:24: Das bin dann einfach nicht.
00:58:25: ich Können Sie denn sagen was mit so Menschen ist denen man immer sagt du denkst zu viel?
00:58:30: Und du bist ein Overthinker, wie man heute sagt.
00:58:33: Sagt man das?
00:58:34: Ja.
00:58:36: Dann sag ich das doch gut oder?
00:58:38: Keine
00:58:39: Ahnung... Du
00:58:40: hast wirklich gequält in einer Ausbildung.
00:58:45: Wie du gesagt hast er hat die Bücher weg mal hoch.
00:58:48: Man kann so nicht sagen, er würde overthinken.
00:58:49: Das geht fast ausgeschlossen, oder?
00:58:52: Ich finde auch es ist eine Begabung aber es kann natürlich manchmal auch anstrengend sein.
00:58:56: Muss sich ein Gehirn entspannen?
00:58:59: Natürlich, das kennen wir alle.
00:59:01: Dass wir nach einer Weile einfach erschöpft sind und dann einfach irgendwie nur noch chillen wollen.
00:59:05: Es gibt in meinem Büro eine Ecke die ist von der offenen Tür nicht so gut einsichtig.
00:59:11: Und dann gehen alle Leute vorbei und sehen ah der Chef ist nicht da, wollte ich was fragen.
00:59:16: dabei verstecke ich mich einfach nur in diese Ecke.
00:59:19: Da nehme ich mir ne Kastasse Kaffee und guck aus dem Fenster
00:59:22: auch minus fünf, minus zehn, minus fünfzehn
00:59:24: aufm
00:59:25: Zettel
00:59:25: genau.
00:59:26: Und dann gucke ich einfach nur so zwanzig Minuten aus dem Fenster.
00:59:29: Dann geht es mir wieder gut, ja.
00:59:31: Aber ein anderes Beispiel was ich so bemerkenswert fand, der, in two eighty hat John Hinckley auf Ronald Reagan geschossen weil er die Aufmerksamkeit von Joe Defoster erzeugen, also der Schauspielerin Joe Defoster erzeugt wollte bei dem Prozess gegen den Reginald und Peter John Hinclay, der Ronald Reagan sehr verletzt hat Und zwei Leibwöchter sind CT-Scans vom Hirn von John Hinckley verwendet worden, als Beweispittel der Verteidigung eingebracht worden.
01:00:00: Auf den nachgewiesen wurde.
01:00:01: hier seht ihr das Hirn Von John Hinclay zeigt an es ist nicht in Ordnung.
01:00:07: also ihr könntest wir haben die Scans Es Ist Nicht In Ordnung.
01:00:11: Deswegen Können wir ihn nicht schuldfähig verurteilen.
01:00:15: Das Geht Nicht.
01:00:16: wenn ich dann sage und Hier Ist mein Experte von der Ruhr Universität Buchum, Herr Prof.
01:00:22: Gündelkönigser?
01:00:23: Was würden Sie dann sagen zu so einem CCT-Scan?
01:00:25: Würden Sie dem vertrauen?
01:00:26: Nein!
01:00:31: Es gibt unglaublich unterschiedliche Gehirnformationen von Menschen, denen man überhaupt nicht ansieht, dass ihr Gehirne so aussieht wie es ungewöhnlicherweise ist.
01:00:42: Diese ganzen Daten das das Gehirnssohn so ist und dann folgt da sind das in Durchschnittswerte.
01:00:47: Das sind Durchschnittswerte von Menschen, die eine bestimmte Pathologie haben.
01:00:52: Aber sie finden dann Menschen, der ein sehr ähnliches Gehirn haben aber ganz normal leben und niemanden erschießen würden.
01:00:58: D.h.,
01:00:59: dies als Diagnose für eine bestimmten Pathologie zu nutzen halte ich für unsinnig obwohl es Kollegen gibt, die genau das auch promoten würden.
01:01:07: also insofern würde ich jetzt nicht als Argument nehmen.
01:01:10: Ich bin nach wie vor der Meinung ist es mag, furchtbar naiv sein.
01:01:14: Aber eigentlich sind wir ziemlich frei und nicht absolut frei natürlich aber ziemlich frei!
01:01:22: Der neurowissenschaftliche Kollege James Ferner, der ist im Jahr und zwei Tausend Dreiundzwanzig, glaube ich schon gestorben.
01:01:28: Er hat sich hier in den Jahr und Zweitausend Fünf das glaube ich gewesen hatte, sich hier angeguckt.
01:01:33: Hier Informationen von Psychopathen die inhaftiert waren vor Gericht standen verurteilt waren Und er hat dann festgestellt es gibt Ähnlichkeiten.
01:01:43: Ich sehe Ähnlichkeit in den Hirnen.
01:01:45: Bedauerlicherweise hat er dann sein eigenes Hirn auch angegucken in der Psychopathen.
01:01:53: Wunderbares Beispiel?
01:01:54: Ja und dann habe ich sich gedacht, was mache ich jetzt?
01:01:59: Was stimmt jetzt?
01:02:00: also ist er Psychopath?
01:02:03: Nein beides stimmt.
01:02:04: es mag sein dass Psychopaten eine bestimmte statistische Auffälligkeit einer bestimmten Konfiguration haben weil das ist eine statistische auffälligkeit und das bedeutet dass es sehr viele Menschen gibt die keine Psychopath sind die auch eine ähnlich konfiguration.
01:02:21: Als ein Instrument zu sagen, mein Mandant ist unschuldig, taugt es nicht.
01:02:25: Es ist aber genauso wenig ein enttaugenes Instrument dafür.
01:02:29: Den sticken wir mal direkt ins Gefängnis weil der zwar niemandem was getan, aber morgenschlägt er schon spätestens los.
01:02:35: Das ist die furchtbare Dimension dabei!
01:02:37: Wir müssen sie jetzt wie alle unsere Gäste...
01:02:41: Ach du je.
01:02:43: Mit den Fragen aus der schäbigen Kiste konfrontieren, möchtest du anfangen oder soll ich anfangen Nikoletta?
01:02:47: Kann
01:02:47: nur an!
01:02:48: Bei den Griechen hatte ihre Geburtstadt Ismir noch den schönen Namen Smyrna.
01:02:53: was ist im griechischen sonst noch besser als in der türkischen Kultur?
01:02:56: also ich meine die haben natürlich fantastische Philosophen die tögen am Aumpaar aber dann die Grieche natürlich noch deutlich mehr.
01:03:03: Die Griechin finde ich habe eine Schönerer Art mit Kulturgütern umzugehen, da hat die Türkei noch ein bisschen Entwicklungsbedarf.
01:03:12: Das sind so die Dinge, die mir anfallen.
01:03:13: aus dem habe ich eine wunderbare griechische Schwiegertochter und auf die lasse ich nichts kommen.
01:03:18: Ich spreche mehr natürlich an weil das Verhältnis kann auch hitzig gelebt werden zwischen...
01:03:23: Das Verhältnis kann hitzigelebt werden.
01:03:26: Mit dem Vater meiner Schwiegetochter komme ich wunderbar aus solange wir das Thema Geschichte weiträumigen fahren.
01:03:36: Was ist dem Buch umschöner als in San Diego, Kalifornien?
01:03:40: Das ist jetzt schwierig.
01:03:44: Ich finde das Bermuda-Dreik hat etwas natürlich vibrierendes und in San Digo ist manches doch sehr künstlich geschaffen.
01:03:55: Ja gut!
01:03:55: Das ist das was mir einfällt.
01:03:57: ich möchte nicht das Niveau von Currywurst und sonstige erreichen.
01:04:00: lassen wir es einfach dabei.
01:04:02: Sie haben schon einmal angegeben, sie wären auch gerne... also da ging es darum, welche Alternativen als Wissenschaftler könnten Sie sich vorstellen?
01:04:08: Haben Sie angegeben.
01:04:08: Sie könnten sich vorstellen Archäologe zu werden.
01:04:11: Hätten Sie das Tal der Könige, wo Tudente Amun gefunden worden ist trotzdem lieber geschlossen gehalten weil der Archäologer Howard Carter, der es in unser Zweiundzwanzig geöffnet hat angeblich damit den Fluch der Fahre unentfesselt hat.
01:04:23: Auch er ist schon mit Vierundsechzig gestorben.
01:04:25: Also hätten Sie jetzt geschlossen gelassen oder?
01:04:27: Nee,
01:04:27: nee, nee Das hätte mir keiner Angst gemacht.
01:04:28: Ich werde da unbedingt reingeholt.
01:04:30: Sie sind unbedingt reingeworfen,
01:04:31: weil das habe ich
01:04:32: nämlich gedacht.
01:04:34: Solche Naturen wie ich muss ich jetzt leider zugeben neigen zum Arbeit glauben und ich hätte gesagt oh nur lass uns das nicht aufmachen.
01:04:42: Wenn man das gefunden hat dann will man noch rein.
01:04:45: keine Kompromisse
01:04:45: um jeden Preis keine Komprimisse für die Wissenschaft.
01:04:50: Ja es darf nicht um Menschenleben gehen aber das eigene Menschenleben das hat man ja.
01:04:56: Sie
01:04:56: sehen,
01:04:56: man macht das auch
01:04:59: ohne nachzudenken.
01:05:00: Nichts kaputt machen natürlich aber gucken!
01:05:03: Wenn sie das Gehirn von Menschen zuverlässig manipulieren können was würden sie weg operieren?
01:05:08: Lügen oder Angst?
01:05:12: Angst ist glaube ich die Selbstgeißel der sehr viele Menschen.
01:05:17: Die Lügen ist eine Geißel die uns im Moment sehr quält.
01:05:21: und wenn man sich dann anschaut dass allein in der Europäischen Union über sechzig Millionen Menschen Angst haben, so sehr das es das ihr Leben einschränkt.
01:05:33: Dann glaube ich ist das das größere Problem als die Fake News, die wir ab und zu hören?
01:05:38: Angst würde ich gerne wegbekommen!
01:05:40: Wenn Sie die Nummer zero-null vier-sieben zwei-zwo Eins Zwo Neun Drei Null Null auf Ihrem Telefon Display sehen freuen sie sich da?
01:05:48: Ja
01:05:49: Weil Sie die nun mal kennen.
01:05:51: ja Ich glaube Moment, wer ist das denn nochmal?
01:05:55: Sagen Sie noch mal die Nummer ganz kurz.
01:06:07: Ja, natürlich.
01:06:08: Da würde ich mich freuen!
01:06:09: Aber
01:06:09: Sie würden sie nicht sofort erkennen?
01:06:11: Nein, natürlich nicht!
01:06:12: Ich habe es auch schon mal eingespielt und gesagt ja, ich nehme an.
01:06:15: Muss man eigentlich wenn die eine anrufen vom Nobelpreiskomitee, sagt man dann ja ich nehme den Preis an oder sagt man... Ich bin
01:06:22: mit dieser Situation noch nie konfrontiert gewesen.
01:06:24: Das weiß das nicht.
01:06:26: Es wäre schön, ne?
01:06:27: Natürlich würde sich jeder Wissenschaftler freuen.
01:06:30: klar Wie oft sind Ihnen Menschen begegnet?
01:06:33: Die Dümmer sind als so manche Taube.
01:06:38: Es gibt Situationen, da sind einem die Leute natürlich schon begegnet.
01:06:41: Du eine Taugau wahrscheinlich Küger handeln würdest.
01:06:44: Ich will jetzt keine Zahl nennen aber ja ich kann mich an solchen Situationen erinnern.
01:06:48: Ich möchte das nicht im Detail für
01:06:50: dich wegkommen.
01:06:51: Okay dann fährt das im Detall.
01:06:52: nach welchem Fest an der Universität konnten sie sich nicht mehr so gut im Spiegel erkennen wie es Els dann vermögen?
01:07:00: Da gab's einige!
01:07:01: Es gab viele sehr feuchtfröhliche Promotionsfeiern.
01:07:06: Das kommt vor.
01:07:07: Und dann haben sie sich wirklich nicht mehr, also die Amerikaner haben ja den Austritt für Shit-Faced...
01:07:13: Also so würde ich das sagen, dass ich sehr betrunken war!
01:07:16: Ich habe dann den Spiegeltest leider nicht gemacht, vielleicht bei der nächsten Promotion darf ich das dann machen.
01:07:21: Obwohl das finde ich fast wieder interessant mit dem Studierenden ihn irgendwo zu markieren wo er es nicht sofort sieht.
01:07:27: fällt ihm das noch auf.
01:07:28: Ja nach dem Ende markieren die mich und dann ja
01:07:31: was ist?
01:07:31: weil wir jetzt hier uns dem Ende leider nähern.
01:07:35: dieses Gesprächs jedenfalls Herr Günther Kühn.
01:07:37: Was ist Ihre größte wissenschaftliche Ambition?
01:07:41: Sie haben vorhin schon so einen Zeitrahmen vorgegeben?
01:07:43: Bis zu einem Jahrzehnte.
01:07:44: Das ist der Zeitraum, den meine Frau mir vorzugeben hat.
01:07:48: Ich möchte eigentlich sehr gerne verstehen warum die Gehirne und die Denkprozesse von so vielen verschiedenen Tieren so ähnlich werden.
01:07:57: Und dazu muss es dann das was wir Randbedingungen nennen geben Das heißt Es muss Mechanismen geben, die die Evolution nicht anders lösen kann als wie sie sie löst.
01:08:09: Wir reden immer von diesen Randbedingungen, die die Evolution dann stellt.
01:08:13: Da wir wissen nicht welche sie sind.
01:08:15: Dafür würde ich gerne ein oder zwei davon rausbekommen.
01:08:18: Ich habe auch schon einen Plan wie ich das machen sollte.
01:08:20: Also lassen Sie mich einfach nur machen!
01:08:22: Lassen Sie mich in Ruhe bis
01:08:25: zum Jahr- und Jahrzehnt.
01:08:33: Mit unseren Spatznähern.
01:08:37: Er
01:08:38: hat mich dabei angeguckt?
01:08:39: Nein, nein!
01:08:40: Uns sind jetzt in dem Fall.
01:08:42: wir beide wurden nun natürlich nicht...
01:08:43: Ich habe noch eine persönliche Frage, weil ich hab' in einem Podcast gehört im Deutschlandfunk dass sie noch auf der Suche sind nach einer kranken Schwester die damals im Krankenhaus, Frau Willeke.
01:08:55: Die habe ich bis heute nicht gefunden.
01:08:56: Hat sich nicht gemeldet.
01:08:58: Darf ich das mal kurz Ihren Podcast übernehmen?
01:09:01: also wenn jemand Eine ältere Dame, Frau Ursula Willeke oder Uschi-Willeke ganz genau weiß das nicht mehr.
01:09:09: Er kennt ihn Höxter die als Krankenschwester im Weser in der Weser Berglandklinik gearbeitet hat.
01:09:15: ich vermute mal dass sie jetzt in ihren achtzigeren ist.
01:09:18: dann bitte unbedingt mir schreiben.
01:09:20: Die war eine eine tolle mutter ersatz in dieser zeit und Ich würde mich sehr gern bei ihr bedanken.
01:09:26: Ja finde ich gut großartig dankeschön.
01:09:29: Es
01:09:29: war uns auch ein fest was Sie hier waren.
01:09:31: vielen Dank Dankeschön.
01:09:33: Wirklich schönes Gespräch.
01:09:35: Vielen, vielen Dank!
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