Tobias Ehinger, kann eine Fußballstadt auch Theater?
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00:00:00: Dieser Podcast ist an Ruhrnachrichten original produziert im Lensing-Meneaport in Dortmund.
00:00:05: Wir gehen mehr Menschen in das Opernhaus als in Düsseldorf, also wenn man als Arbeitgeber sagt ich bezahle dich nur, du musst gar nichts machen dann ist ein Bruch des Tarifrechts und finde ich okay.
00:00:16: aufs Handy schon schauen es.
00:00:17: eine bewusst ignorante Haltung.
00:00:18: Das tollste wäre beim wir den Mann der heute bei uns is bitten könnten noch einmal Den Romeo für uns zu tanzen wie er das unter anderem in Stuttgart so fabelhaft gemacht hat.
00:00:30: Allerdings als Tänzer feiert mich man nicht so wenigstil nicht seinen vierzigsten Geburtstag.
00:00:34: Das ist schwierig in dieser Laufbahn, er hat es aber auch viel toller hinbekommen Denn unser Gast hat längst die Seiten gewechselt.
00:00:40: Er kümmert sich heute um die Leute Die auf die Dortmunder Bühnen treten und er kümmerte sich auch um die Bühne selbst.
00:00:46: Tobias Eger ist nämlich der geschäftsführende Direktor des Theaters Dortmund.
00:00:50: das ist eines der größten fünf Spatenhäuser Deutschland und fünf Spaten Nikoletta.
00:00:56: Ich habe es nachgeguckt, weil ich wusste... ...ich würde das nicht einfach so erklären können, Opa Schauspiel Konzert, philharmonisches Orchester, Tanz- und Jugendtheater Das sind die fünf großen Spaten, die hier auf einem absoluten Top-Niveau aus angeboten werden.
00:01:11: Und Tobias Inga muss dieses Jahr einen großen Geburtstag feiern,
00:01:14: d.h.,
00:01:15: er darf ihn feiern in das Dortmunder Oppanhaus, dass jeder von außen kennt und beschreiben kann womöglich sogar feiert seinen sechzigsten Geburtstag.
00:01:21: Tobias, wenn ich jetzt sage Romeo.
00:01:25: Wir würden dich am liebsten bitten, dass du ihn noch mal für uns tanzt.
00:01:28: Wie lange ... Wenn du sagen würdest ich schenke den Dortmunder Opernhaus meine tänzerische Gabe?
00:01:34: Noch einmal!
00:01:35: Wie lange würde das dauern bis du dann wieder Romeo für alle machen könntest auf der Bühne?
00:01:40: Hafenbar
00:01:42: Oh, Hafenba Erzähl uns weißt Du willst in
00:01:47: unserer Hafen?
00:01:49: bar Dir jemals wie Nikolette.
00:01:55: wir sind schon da.
00:02:03: Im Lensing-Media-Port in Dortmund
00:02:04: begrüßen sie Nicoletta Knust und Jörg Tadeus.
00:02:08: Heute zu Gast Tobias Ehinger.
00:02:14: Also ich glaube nicht, dass ich überhaupt noch mal oben hier ummachen könnte.
00:02:17: das zu tanzen ist kein Problem, dass man sehen will, es sind eine andere Frage.
00:02:19: Das ist ungefähr so die selbe Frage wenn man einen Fußballtrainer fragt ob er nochmal einer Nationalmannschaft spielen würde also ich denke etwas auf einem gewissen Niveau professionell gemacht hat dann auch gut so und ich glaube das ist total wichtig.
00:02:34: damit abzuschließen Mein Ego ist diesbezüglich befriedigt.
00:02:38: Ich brauche das jetzt nicht mehr und es wäre, glaube ich auch nicht im Sinne von irgendjemandem das noch mal zu tun.
00:02:44: Ja aber
00:02:44: spielen Fußball einmal den Fußball zu?
00:02:47: Weil es gibt ja sogar eine ganze... Nein
00:02:49: man verlernt das nicht!
00:02:49: Das ist klar.
00:02:50: Es sind so Filme wo verschiedene Fußballtrainer.
00:02:54: Carlo Ancelotti nimmt einen Ball an am Spielvertran der irgendwie herbeigeflogen ist toll.
00:02:58: Das ist bei Tenzan genauso.
00:03:00: Allein erinnert sich natürlich nicht an die Schritte Wenn man jetzt darüber nachdenkt, aber wenn die Musik hört macht der Körper das von alleine.
00:03:08: Also da kann man auch drei Stunden Schrittmaterial abrufen.
00:03:11: Das ist wirklich so!
00:03:12: Also nicht zum Beispiel konkret Romeo.
00:03:14: ich habe also verschiedene Rollen damals getanzt.
00:03:17: Also wenn man die Musik gehört dann läuft der Körper von alleine los.
00:03:21: Ach echt?
00:03:22: Ja da macht sogar noch alles.
00:03:23: ob man dann doch so fit danach ist das lasse ich mal hingestellt ja.
00:03:27: Das heißt es könnte eine Anforderung an den Körper kommen dass Bein darunter hin und das ist dann das was womöglich nicht mehr genau so gelingen würde, wie es gelungen ist damals.
00:03:35: Na ja sagen wir mal so... Hat noch das Gefühl man kann alles noch machen?
00:03:40: Macht das auch irgendwie und danach kann man drei Wochen nicht laufen also.
00:03:44: Ich finde total interessant.
00:03:46: Nein
00:03:46: um das ganz konkrete zu sagen kinestätisch hat man das noch musikalisch haben wir das noch die Nerven die Synapsen das stimmt doch aber man hat nicht mehr den Körper dafür.
00:03:55: Also ist schlichtweg nicht
00:04:00: mehr trainiert.
00:04:02: Das kann man schon, aber nicht mehr auf das Niveau.
00:04:05: Also ich zumindest nicht.
00:04:07: Es gibt sicherlich jemand, der es auch kann.
00:04:08: Vor allem du hast ja gerade den Deckel drauf gemacht weil du gesagt hast mein Ego hatte das.
00:04:14: Mein Ego ist gesättigt davon, weil du derjenige warst der auf die Bühne kam und es konnte
00:04:20: loslassen können.
00:04:21: Das ist im Leistungssport dasselbe wie auch im professionellen Tanz.
00:04:26: Wesentlich, weil ansonsten wird man damit einen Tal mit nicht fertig.
00:04:30: Also ich glaube es gibt... also wenn man das macht aber nicht mal so gut kann wie früher einfach, wenn man älter ist und so weiter und dann immer mehr und mehr das Niveau verliert, dann macht einem das fertig.
00:04:42: Ich glaube es ist total wichtig auch beim Leistungssport bei allem zu sagen idealerweise am Höhepunkt der Karriere jetzt macht man ein Cut alles gut so und man geht neue Wege.
00:04:57: Ja, ihr habt es ja auch.
00:04:58: Wir haben ein freies Theater im Dorf von der Süden gehabt und da musste man auch irgendwann den Zeitpunkt finden und das fühlte sich überhaupt nicht richtig an aufzuhören weil's so gut lief und wir jeden Tag gespielt haben und Samstag zwei Mal aber den Zeitpunkts zu bestimmen.
00:05:14: wenn man das kann und nicht irgendwann der Doktor sagt wär jetzt mal soweit finde ich schon...
00:05:19: Du könntest dann noch dreißig Jahre lang Theaterdirektorin sein Nikoläscher?
00:05:23: Ja
00:05:23: aber nicht in derselben Besetzung.
00:05:24: Das ist richtig, aber das ist ja noch ein Unterschied.
00:05:28: Vielleicht zieht es mich auch irgendwann wieder dahin weil ich glaube man verliebt sich eben in Bühnenluft und den Theater.
00:05:34: Das ist eine ganz besondere Ja klar und wenn man da groß wird so wie Ich mit ab Seit ich drei war, war das mein zweites Zuhause.
00:05:41: Dann zieht ein das für immer an das glaube ich auch.
00:05:44: Wo steht der Tänzer eigentlich Tobias in der Hackordnung?
00:05:46: Wenn man jetzt überlegt welche Leute am Theater unterwegs sind also diejenigen die performen da haben wir die Musiker aus dem aus dem Orchester selbstverständlich.
00:05:53: Wir haben die Schauspielerinnen und Schauspieler.
00:05:56: Wer haben die Tänzeren und Tänze?
00:05:58: Also wo sortieren sich die tänzer da ein?
00:06:00: Ich glaube es gibt keine Hackordnung.
00:06:02: verschiedene Kunstformen also ob dass jetzt ten also ob das Tänzers sind ob das Sänger sind Gesangsollisten, ob das Musiker sind.
00:06:10: Also letztendlich auch ein Beleuchtungsmaß und so was.
00:06:15: also ich glaube es ist ein Zusammenspiel von allem natürliches.
00:06:18: gibt Länder als Tanz eher populär oder Oper mehr populär Oder Schauspiel mehr populä.
00:06:23: aber um da nur anzuknüpfen also um das richtig zu sagen Ich glaube man muss für mich weiß man muss professionell zum richtigen Zeitpunkt aufhören die tanzen kann man sein ganzes lieben und sollte man auch gesund ja Auch die Liebe zu Kunst, also Kunst kann man immer machen und ich glaube sogar je älter man wird, je mehr Lebenserfahrungen hat das zur Reife wird man auch als Künstler.
00:06:46: Also das ist ja analog zum Mensch und es gibt zum Beispiel auch einen Teilhabeprojekt.
00:06:50: im Senioren-Tanztheater sind alles Nicht-Tänzerinnen und Tänzer und die bringen aber künstlersch gesehen so viele Lebenserfahre auf den Bühnen dass es total berührend ist.
00:06:59: Das ist was ganz Besonderes!
00:07:00: Wenn jemand mit Achtzig tanzt dann macht das auch.
00:07:05: Was besortet es für mich als Zuschauer?
00:07:07: Das ist was anderes, als wenn ein Vollprofi das macht.
00:07:09: Das hat eine ganz andere Lebenserfahrung und Ausdruck.
00:07:16: Hast du den letzten Tanz bewussten erlebt als Profi oder war das ... Wurde's dir anders?
00:07:22: Nein,
00:07:23: ich habe nach dem Nebelaktion aufgehört insofern.
00:07:25: Für Dortmund!
00:07:27: Für
00:07:27: Dortmutter ja.
00:07:29: Du hast es gar nicht ... Also, du wusstest, dass ist der letzte Tanz zu oder war danach plötzlich vorbei weil der Anruf kam.
00:07:54: Direktion aufbauen will, ein Ballett aufbaut.
00:07:57: Dann habe ich gesagt lass mich immer drüber schlafen.
00:07:58: Nächsten Morgen habe ich dann zugesagt.
00:08:00: also ich hatte jetzt gar nicht die Zeit irgendwie über so einen Abschied nachzudenken wobei auch gestehen muss Ich bin nicht ganz aus meinem Vertrag rausgekommen und nachdem ich aufgehört hab ich noch glaube ich forty-six Vorstellungen getanzt.
00:08:14: wenn du gesagt man sollte sowieso tanzen Das bedeutet, dass du auf Partys gewissermaßen die Preise verdirbst.
00:08:19: Weil da ist ein Song an alle tanzen und dann kommt Tobias.
00:08:23: Dann denk ich ja gut okay.
00:08:25: Mein Ego ist schon befriedigt also...
00:08:27: Das will man dir doch anmerken!
00:08:30: Wenn ich mir vorstelle wenn ich mich beim Tanzen sehe es gibt so Aufnahmen von Friedrich Merz dieses Dead Dancing so auf der Stelle und so ein bisschen hin und zurück das ist natürlich nicht eigentlich besonders anmutig und das möchte ich doch einem Ballett-Tänzer auf dem Niveau trotzdem anders haben.
00:08:44: Ich sag mal so, normalerweise tanzen wir um Spaß zu haben und jemanden der gut tanzen kann optimalerweise motivierte andere auch zu tanzen und
00:08:53: dann glaube
00:08:54: ich das ist eher nicht wirklich also jede Party mit Tänzern oder Tänzerinnen.
00:09:01: erfahrungsgemäß tanzen mehr Menschen wie sonst.
00:09:03: Also niemand ist eingeschüchert Das steckt an.
00:09:07: Es gibt
00:09:07: ja auch Tanzgruppen, die du ... Ich war da auch jetzt in Istanbul.
00:09:10: Da waren fünftigster Geburtstag und zu späterer Stunde kam eine Tanztruppe fünf, sechs Leute.
00:09:16: Ich hab erst gedacht was machen die denn jetzt?
00:09:17: Das war noch gar nicht so weit aber das hat keine Drei Songs gedauert und die ganze Fete war voller Tänzer.
00:09:24: alle waren vorne und ich glaube wirklich dass ... Das hat er recht.
00:09:29: Steckt an!
00:09:29: Schüchterte nicht ein sondern schick war.
00:09:33: Wie beginnt das?
00:09:34: Ich kann mir vorstellen, wie man sich sagt ich möchte gerne Fußballer werden und mal spielt zu Hause ganz viel Fußball.
00:09:39: Und dann ist man zwölf und dann zerbricht der Traum.
00:09:42: meinetwegen aber wie hat sich bei dir der Traumen aufgebaut und ist vor allen Dingen auch wahr geworden?
00:09:51: Ich glaube es ist sehr individuell.
00:09:52: Bei mir war das mehrere Zufälle eigentlich also die erste Begegnung hatte ich war relativ jung.
00:09:58: als ich zunächst meine Ballettvorstellung gesehen habe ich drei oder vier.
00:10:02: Im Ernst?
00:10:02: Ja, wir waren Eltern in Stuttgarter Belette am Arzt gegangen haben mich total fasziniert fand ich so eine tolle Theaterwelt.
00:10:09: zum Kindergarten hab' ich dann nur allen erzählt entweder Schierenläufer- oder Tänzer und so kam ich zum Theater war in so einer Theater AG der Grundschule und irgendwann hat nicht mehr es gibt einen Typing aufgewachsen und den Stuttgart gab's eine staatliche aber da gibts relativ große staatliche Akademie für Tanz, schon Kränkerschule.
00:10:29: Und von dort hat mich eine Lehren gesehen und gesagt ich soll doch mal zur Aufnahmeprüfung kommen.
00:10:33: Ich bin meinem Vater da zur Aufnahmeprüfung...
00:10:35: Wie alt warst du da?
00:10:36: Da hab' ich...
00:10:36: Acht!
00:10:37: Okay.
00:10:38: Ich hatte überhaupt keine Ahnung.
00:10:39: also wirklich da ... ich war bei der Prüfung, ich wusste nicht was die von mir wollen und so das ist.
00:10:43: man muss wissen dass es so richtig kommt aus der ganzen Welt.
00:10:46: das sind also hunderte von Kindern und Eltern und aufgeregten Eltern.
00:10:51: dann wurde man so Es gab so zwei Gruppen und dann wurde so eine Gruppe von, ich weiß nicht, zwanzig, fünfzehn Kindern wohnen wir in einen anderen Raum gebracht.
00:11:02: Und dann wurden gesagt ja jetzt sind Glückwunsch, sie sind aufgenommen und die Eltern waren dabei und ein bisschen darüber erzählt.
00:11:08: Also das Training beginnt an der ersten Klasse somit... Sechs Tage in die Woche, zwei Stunden pro Tag.
00:11:14: Ich sofort hoch und hab gesagt, Entschuldigung kann man es auch nur viermal machen.
00:11:20: Im Gegensatz zu allen anderen war ich eben nicht so euphorisch sondern hatte überhaupt keine Ahnung was ich da tue Und habe dann eigentlich aus Trotz angefangen.
00:11:27: Meine Eltern sind Pädagogen und haben ja sogar gesagt also denkt nicht dass wir das von dir erwarten Das ist ein normaler Leistungstrohk und hast du keine Kindheit mehr
00:11:36: Spielt doch
00:11:36: einfach weiter.
00:11:37: Aber sie sind mit dir hingegangen, weil Sie dachten, der Tobias, wenn er es schafft, dann schafft das so?
00:11:42: Meine Eltern, wenn ich das will, soll das machen, wenn nicht, also ... Das war jetzt halt so.
00:11:46: und dann haben die aber im nächsten Morgen wieder eine Nacht- und Nebelaktion gesagt, ihr traut mir das nicht zu, ich mach das jetzt!
00:11:54: Und was mich am meisten fasziniert hat, ich war da nicht verliebt Den tanzen so.
00:12:02: Ich war immer euch Sport interessiert, fand ich toll, sich das ein bisschen zu bewegen.
00:12:06: Dann fand ich irgendwie toll dass es total international war von Anfang an also da waren eben dann auch einen jungen Japaner da der aus Tokio kamen und dann waren so wirklich ganz gemischt.
00:12:16: und dann... Auch die Lehrer waren noch aus der ganzen Welt und dann war man so ein Jahr.
00:12:21: dabei durften auf die Bühne gehen irgendwie mit elf oder zwölf und dann so in einer kleinen Statistenrolle auf Tournee nach Japan mitgenommen oder sowas.
00:12:28: Und plötzlich fand ich das einfach richtig toll.
00:12:30: Und dann hat man irgendwie so ein kleines Statisteriesachen, hat man was verdient und so.
00:12:33: Fand ich auch Spitze ja?
00:12:35: Also...und irgendwie ist man halt die Einwürde sagen, dass es sofort irgendwie so einen Leistungsdruck da gewesen war.
00:12:42: Ich hab das eher empfunden, man isst plötzlich in so einer erwachsenen Welt, man darf verdienen!
00:12:46: Man isst wirklich wichtig.
00:12:48: Ich fand doch irgendwie cool etwas anderes zu machen als die anderen so.
00:12:53: Wir haben denn die anderen darauf reagiert, dass du ... Mit
00:12:55: Schülern?
00:12:56: Ja
00:12:57: Du bist doch hier sechsmal die Woche, musstest du von Tübingen nach Stufgart?
00:13:00: Ja ja schon.
00:13:01: Haben
00:13:02: deine Eltern dich gefahren?
00:13:03: Ich bin relativ früh mit dem Zug gefahren also damals war das noch ein bisschen...
00:13:06: Ist das eine Stunde oder
00:13:08: wie?
00:13:08: Eine Stunde, so eineinhalb Stunden hin, einein halb Stunden zurück.
00:13:10: Eine Stunde Zugfahr plus halt dann so ein bisschen und ähm..ja das fand ich aber auch cool in so einer so alleine Großstadt und sowas.
00:13:18: Also ich meine heute glaube nicht dass ich meinen eigenen Jungs das erlauben würde mit Acht
00:13:23: weil
00:13:24: an den Zeiten haben sie glaube ich geändert.
00:13:27: Damals war das einfach so, ich mein Stuttgarter Hauptbahnhof existiert heute eh nicht mehr.
00:13:30: Ich
00:13:31: würde nie da rausfinden.
00:13:32: Nein
00:13:32: aber jetzt einfach so... Jetzt haben wir achtzehn Uhr durch den Park gehen und es ist doch was.
00:13:39: aber so... Nee, aber das war okay, ja?
00:13:42: Fand ich irgendwie
00:13:43: spannend.
00:13:44: Und die anderen, sind sich denn die anderen dafür interessiert, was du da machst?
00:13:46: Weil sie müssen sich ja gefragt haben...
00:13:48: Zu meinen Mitschülern!
00:13:49: Ja
00:13:49: wo geht der Tobias in jeden Tag hin?
00:13:51: Was macht ihr denn da Fußball?
00:13:52: War
00:13:52: eine Klasse relativ gut von Netz.
00:13:53: deswegen ... Meistens dachten wir eigentlich, ich bin ein Spinner und so was.
00:13:56: Trotzdem ... Du dachtest,
00:13:57: du bist ein Spiner?
00:13:58: Keine Ahnung.
00:13:59: Ich hab auch mit den Fußball gespielt und war auch so... Ich hatte jetzt irgendwie gut integriert, deswegen war es kein Problem.
00:14:05: Konnte mich immer gut durchsetzen und ähm... Ich glaub interessiert hat ihr das auch nicht wirklich.
00:14:10: Wobei, wir hatten noch einen anderen Jungen da, der hat das Trampolin gesprungen also es war auch schon bisschen exotisch.
00:14:15: Ähm... Und die
00:14:18: Mädchen... Nein aber... Die Mädchen vermutet man ja im Ballett.
00:14:20: Also das ist ja... Ja
00:14:21: das ist auch im Privat, also im Privatschon ist es so.
00:14:25: Das Spannende war dann wirklich in dem Moment, wo man zum Beispiel im Staatstheater aufgetreten ist und irgendwo hinwärts auf Tournee durfte und plötzlich auch verdient.
00:14:35: Dann gab das ... Es war schon so irgendwie ein gewisses Image oder sowas.
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00:15:00: Dortmund.
00:15:04: Guter Beruf auf, weil man ja gerade mal denkt was hat Zukunft ne?
00:15:07: Was nimmt die KI weg und das sind natürlich also für junge, heranwachsende Menschen.
00:15:12: würde ich das jetzt als Berufsempfehlung.
00:15:14: Da ist tatsächlich mir total anstrengend vor!
00:15:16: Weil das hast du jetzt so sagst... Ja natürlich
00:15:17: ist es total ansträngend.
00:15:18: Man muss das so sehen.
00:15:19: Das ist kein, aber bis heute wenn mich jemand fragen würde, ob ich wie viel ich arbeite, würde ich immer sagen entweder nie oder immer.
00:15:26: Also man definiert das nicht so.
00:15:29: Also tatsächlich, das ist für allen künstlerischen Berufen so.
00:15:32: Selbst in Tarifverträgen steht drin das Recht auf Arbeit.
00:15:36: also das bedeutet man hat recht aufzutreten.
00:15:39: Also wenn man als Arbeitgeber sagt, ich bezahle dich nur und muss gar nichts machen.
00:15:42: Dann ist es ein Bruch des Tarifrechts.
00:15:44: also dann kann der Schauspieler oder das Hänger oder der Tänzer kommen und sagen Ich habe einen Recht!
00:15:48: Ich darf arbeiten so.
00:15:49: Das Wichtigste ist also dass man gesehen wird, dass man auf der Bühne sich entwickelt.
00:15:53: Es ist ja beim Sport genauso Ja?
00:15:56: Wenn man Sportler ist sondern irgendein Team ist, dann will man eingesetzt sein nicht auf der Bank einfach so sein Geld verdienen auch wenn's vielleicht So gesehen leichter wäre.
00:16:05: Ja
00:16:05: Aber das ist schon... Dass ich da in das Paket einzusteigen mit dieser körperlichen Intensität.
00:16:11: Und dann kommt ihr noch das andere dazu!
00:16:13: Ich erinnere mich, dass mein bester Freund mich seinerzeit zum Glück darauf gebracht hat klassische Musik anzuhören in Dortmunder Theater und zum philharmonischen Orchester zu gehen und so was.
00:16:22: Das war aber trotzdem für mich total fremd.
00:16:23: ich hatte damit... Er hat mir eine Johann Straußplatte gegeben und gesagt hier zum Reihen zum Reinhören.
00:16:30: Ich bin nur dahingegangen, habe es mir angehört und habe dann fünf oder sechs Mal Lucidor gesehen als das hier aufgeführt wurde und war total begeistert, wer nie darauf gekommen ist dass man da selbst machen kann.
00:16:40: aber du beschreibst jetzt ja eher Nüchtern also beschreibts körperlich anstrengend.
00:16:45: ich hab Geld verdient die Auftritte aber kommt ja diese ganze künstlerische Dimensionen mit dazu.
00:16:49: Das
00:16:49: wäre nicht faszinationlich.
00:16:50: als drei jährige schon hat sich glaube schon Wenn Kunst berührt, dann ist das Kunst.
00:16:57: Und egal ob das musikalisch ist oder ob das bildende Kunst ist es macht etwas mit einem.
00:17:02: Man spürte etwas.
00:17:04: Es wird eine Kreativität ausgelöst und deswegen glaube ich auch dass das im Kunst so elemental ist für eine Gesellschaft.
00:17:11: Ich glaube es gibt auch einen Grund warum Kunst in Anführungszeichen ja nicht funktional.
00:17:17: Warum ist in der Geschichte der Menschheit kulturelle Entwicklung gab.
00:17:23: Also warum überhaupt Kunst erfunden wurde?
00:17:25: Der relativ früh, also wenn man überlegt der Zeitpunkt wo Kunst erfundet wurde das war Höhlenmalereien, Ritualitäts-, rituelle Musik Das war ja im Prinzip ab dem Zeitpunkt, wo man überhaupt erst, wo sich die Gesellschaft gebildet hat.
00:17:43: Es war sehr sehr früh und sehr sehr elementar Und ich glaube genauso wie auch Religion oder glaube sich irgendwann abgebildet hat als etwas, was nicht funktional ist.
00:17:52: So ist auch Kultur und all seine Ausprägung eben ein elementarer Bestandteil für die Gesellschaft.
00:17:58: Und ich glaube das sollte man nie unterschätzen.
00:18:01: Ich habe Städte gesehen, die so als Retortenstädte gewachsen sind und relativ wenig Kultur haben und es gibt Städten, die sehr viel Kultur haben.
00:18:11: Kunst in diesem Sinne.
00:18:12: Also Kultur ist ja auch eine S-Kultur, eine Straßenkultur und ein Fußballkultur wie auch immer.
00:18:18: Und ich glaube je mehr Kultur eine Stadt hat, desto mehr Identität, destohr zukunftfähiger ist sie auch und desto resilenter.
00:18:24: Jetzt habe ich vorhin schon etwas gesagt wo ich jetzt wieder die Gelegenheit haben mit dir darüber reden zu dürfen unbedingt nutzen musst.
00:18:32: Jetzt ist Rumi und Julia, was auch immer... Du wirst tanzen!
00:18:37: Die Leute sitzen da draußen das Orchester spielt und dann gehst du auf die Bühne um was?
00:18:42: Dann sehen wir ja als Zuschauer was du da machst also was dein Körper tut.
00:18:46: aber was geschieht denn in dir als Tänzer?
00:18:48: Also sprichst du dir Abfolgen ein oder vorhin deutete sich das so ans Fern die sowieso da als wäre es im Körpergedächtnis drin als müsstest du dir nicht sagen was du jetzt gleich machst.
00:18:58: Ne, das geht gar nicht.
00:18:59: Also ich glaube dass man spricht von kinesthetischer Intelligenz also der Erinnerungsvermögen von Nervenapparaten und Muskulatur Und das hat ja jeder Mensch.
00:19:08: Also wenn man einmal in seinem Leben Gehen gelernt hat, dann geht man einfach.
00:19:12: So wenig morgens mein Kaffee über dem
00:19:14: Espresso.
00:19:14: Genau und man fängt ja nicht mehr an.
00:19:16: Man denkt ja nicht mal rechte Spallen vor linke Spalen und so weiter.
00:19:19: In dem Moment wo man denkt, wäre man immer hinter der Musik her.
00:19:21: Man könnte sich niemals also das so verarbeiten und so schnell... Das bedeutet also es ist die Aufnahmefähigkeit des Körpers Bewegung zu adaptieren und zu interpretieren Also im Prinzip das, was wir auch Körpersprache nennen.
00:19:38: Und das ist eine sehr, sehr... Tanz ist eigentlich eine sehr authentische Kunstform, eine sehr ehrliche Sprache, Körpelsprache.
00:19:44: Also komme ich mal wieder zurück.
00:19:45: so jugendliches Flirtverhalten.
00:19:47: also es ist seltenes gesprochene Wort dass die Sympathie oder Antipathie ausdrückt, das ist meistens die Körpersprach.
00:19:53: Man kann den größten Blödsinn erzählen und trotzdem rüberbringen, was man hier einen mag.
00:19:57: Und man kann die schönsten Worte wählen und trotz dem denken, also nee, das geht
00:20:00: nicht so.
00:20:01: Das bedeutet Die Körpersprache etwas ist, was eigentlich ... oder Tanz ist etwas.
00:20:07: Und die Körpersprache, was jeder kann, nutzt im privaten wie im beruflichen Teil seines Auftretens seiner Persönlichkeit und letztendlich ist es nichts anderes als eine Spezialisierung, eine Perfektionalisierung der Körpersprache, die jeder Mensch hat.
00:20:25: Ein Tänzer kann in eben unterschiedlichste Formen, unterschiedliche Stilistiken, unterschiedlicher Rhythmen interpretieren Und große Künstler oder Künstlerin erkennt man daran, dass sie auf der Bühne über die Bühnen gehen und alle sind begeistert.
00:20:41: Es ist sehr viel leichter sich in der Tanztechnik zu verstecken.
00:20:44: Also wenn man sehr viel technisches hat, akrobatisch das hat, physisch es hat, ist es sehr viel leichter weil da muss man nur seine Technik abspulen und alle schauen auf die Technik aber wenn man nichts zu tun hat über die bühne gehen... Das so hinzukriegen was alle faszinierend finden ist eigentlich die höchste Kunst.
00:21:01: Aber jetzt sind wir immer noch im Schwabenländle, die Ausbildung.
00:21:05: Was ist dann passiert?
00:21:06: Jetzt bist du ja irgendwie in Dortmund gelandet und schon ungefähr, ja, zwanzig Jahre glaube ich hier?
00:21:09: Ja, seit
00:21:10: Jahrzehntausendvier.
00:21:11: Und dir standen glaube ich ja die ganze Welt offen.
00:21:14: Du bist ja auch an vielen Orten gewesen.
00:21:16: und wie ging der Weg dann hierher?
00:21:20: Gut, ich war über ein paar Umwege.
00:21:22: Ich war ein bisschen im Ausland und dann war ich in Essen engagiert damals als erste Begegnung im Ruhrgebiet.
00:21:26: Würde
00:21:27: man ja sagen, Essen ist statt mit sehr viel Kultur?
00:21:29: Das hast du ja auch schon mal betonen, als wir mit jemandem hier sprachen, der aus Essen kam ... Also weil
00:21:35: du ... Okay,
00:21:36: Blick von außen würde ich sagen die Kultur in Dortmund ist dichter.
00:21:40: Mittlerweile oder auch schon?
00:21:41: Ja
00:21:41: mittlerweile,
00:21:42: ja.
00:21:42: Ich würd keine da
00:21:43: anfassen, dass Tobias das ... Ich war etwas im Auslands.
00:21:48: Weil ich hab das nicht alles runtergeschrieben.
00:21:51: Ich fand der Zeilein Monte Carlo anzeilang London und in Prag,
00:21:54: aber... Ja, ja eben!
00:21:55: Das sind ja
00:21:55: nicht irgendwelche Orte, sondern London.
00:21:58: Da machen wir im Wochenende Reise hin und sagen, wow ist ja toll hier in London und da bestellt wird es ja keine Arbeiten sehen.
00:22:04: bei dir war das anders.
00:22:05: die Leute wollten dich auf der Bühne sehen.
00:22:08: Ja hoffe ich mal.
00:22:09: also nein aber es ist nichts Ungewöhnliche sage ich mal so wenn man Im professionellen Bereich in großen Häusern tanzen sie meistens auch große Städte.
00:22:17: Also es ist tatsächlich jetzt auch bei den jungen Tänzern, die kommen aus der ganzen Welt sind auf verschiedenen Bühnen und das Altotheater hat damals tatsächlich einen sehr guten Ruf.
00:22:26: Ich bin damals noch Essen im Altotheator gewesen war dort engagiert als Tänzer und dann irgendwann gab's Anruf wie gesagt der designierte Ballettdirektor oder der Kohlkraftsimpengwahn ich kann den vom hören kommt nach Dortmund da will ich kennenlernen.
00:22:42: Und dann haben wir uns getroffen und er hat nicht relativ ehrlich, er hatte so eine ganz authentische Art.
00:22:46: Einfach irgendwann gefragt, es ist eine ganz schwierige Stadt und sowas wirst du denn machen?
00:22:51: Also wie soll man das da angehen?
00:22:53: Dann haben wir angefangen rumzuspinnen den ganzen Abend... ...und am Ende vom Abend hätte gefahren, warum wir es nicht gemeinsam machen.
00:22:59: Das war der Grund, worum ich aufgehört habe zu tanzen.
00:23:03: Ich brauche eine Nacht im nächsten Morgen schnell angerufen und gesagt, ich bin dabei!
00:23:09: So kam ich nach Dortmund Waren wir hier, hatten relativ klare Visionen glaube ich.
00:23:17: Auch mutig bis übermütig.
00:23:19: also man hatte ja nichts zu verlieren.
00:23:21: Wie meinte der das mit der schwierigen Stadt?
00:23:24: Wie er das meinte?
00:23:27: Der Domrund war so ein bisschen kultureller wilder Westen.
00:23:29: Also auf der einen Seite alles was man so erwartet was da sein sollte gab es irgendwie nicht und alles was ... Man denkt das geht nicht kann man trotzdem machen.
00:23:40: Das war irgendwie spannend.
00:23:41: Also ja, damals war jetzt... Was soll ich da sagen?
00:23:44: Als ich angefangen habe hatte ich nicht mehr Büro oder ein Tisch auf dem Flur und das war so bottom-up.
00:23:51: Man hat wirklich so angefangen Und wir haben damals gesagt also was braucht man?
00:23:56: Anschritten, die wollen wir uns vernetzen Die wollen mir das Ganze groß rausbringen.
00:24:02: Es hat dann relativ gut geklappt.
00:24:05: Ich hab mich immer mehr und mehr an das Rohgebiet verliebt muss ich wirklich sagen.
00:24:08: Ich finde die Mentalität Richtig toll hier, ich finde das eine ganz selten Offenheit.
00:24:16: Dortmund prägt und ein ganz selter Zusammenhalt.
00:24:18: Hier ist ein Miteinander möglich dass es sonst selten gibt also zum Beispiel dass sich einen Fußballverein und Theater zusammen tun.
00:24:29: Dass sich so ein Service Club Keine Ahnung, eine kleine Gruppe von einem Sportverein zusammen zu tun.
00:24:39: Es sind ganz viele Verbindungen zum Findigtopmund.
00:24:42: also es ist sehr durchlässig in Positiven und deswegen ist hier kulturell auch so viel möglich und das fand ich so.
00:24:50: das Spannende was habe ich hier geblieben bin und auch immer hier... Ich fand sie auch immer.
00:24:55: aber warum ich mich wirklich auf wievieles vorhabe?
00:24:59: Also hast du auch unterschiedliche Empfunden im Vergleich zu Essen.
00:25:03: Ich finde, das gesamte Ruhrgebiet hat sehr viele Gemeinsamkeiten.
00:25:06: Weil es natürlich so eine Stadt ist oder hier die Region ist einfach gewohnt, dass man sich auch verändern muss und sich anpasst.
00:25:12: Die Menschen sind auch Migration gewohnte von Anfang an.
00:25:15: also das ist hier ein ganz natürliches Zusammenleben immer gewesen.
00:25:19: Und Essen hatte trotzdem einen Teil von Essen fühlt sich zumindest noch reinländisch.
00:25:25: Also hatte ich immer das Gefühl, ja so ein bisschen wir sind nicht Ruhrgebiet.
00:25:28: Wir sind zu ihr Düsseldorf und dann hatte natürlich Essen damals zumindest um zweitausend.
00:25:33: Ja irgendwie sehr viel mehr Geld so durch Krupp
00:25:36: usw.,
00:25:36: die haben einfach da auch mal einen Konzerthaus gebaut.
00:25:39: was also?
00:25:39: ich war es?
00:25:41: Dortmund war sehr viel bodenständiger.
00:25:43: Ich empfinde aber Dortmund heute als wirklich die bestimmende Stadt was Kultur betrifft.
00:25:51: Aber das ist vor allem auch irre, weil wenn wir jetzt mal überlegen, da waren nicht so viele da.
00:25:57: Dieses Fünf-Spartenhaus ist es ja schon eine ganze Weile.
00:25:59: Ich
00:25:59: muss mal kurz korrigieren, sind sechs Spartenhause sogar?
00:26:02: Ja, die
00:26:03: Akademie für Theorien und Digitalität.
00:26:05: Also
00:26:05: hier bei uns am Hafen.
00:26:06: Seit
00:26:06: dem Jahr zwei Tausend Neunzehn gibt es die Akademie für Theodorien und digitalität.
00:26:09: Das war damals ein bisschen entstanden aus dem Innovationsgeist und der Experimentierfreude von Kai Vogels in damaligen Schauspielintendanten.
00:26:19: Und die Akademie ist auch, und das ist auch eine Besonderheit europaweit wenn nicht sogar weltweit einmalig weil sie sich mit digitaler Kunst beschäftigt.
00:26:29: Und inzwischen auch einen Studiengang hat.
00:26:31: mit der FH gibt es also man kann ein Master's Theater und Digitalität machen also all die Berufe diese Schnittmengen haben und die haben unglaublich spannende Projekte.
00:26:41: nächsten Jahr zum Beispiel Philharmonikern zusammen wo Konzert aufgeführt wird so wie damals das erste Mal Johann Strauß.
00:26:51: Hier wird es vielleicht eher ein Richard Strauß ähnlich sein, also ein komplexes neu komponiertes Konzert.
00:26:57: für den Zuschauern werden Mesta angenommen, also Puls-Herzfrequenz Gesichtsausdruck.
00:27:02: eine KI nimmt die Algorithmen und die KI so vorprogrammiert dass je nach Reaktion sich die Partitur also die Noten verändern.
00:27:12: Das bedeutet also, die Zuschauer verändern das was live gespielt wird.
00:27:18: Die Musiker können sofort umsetzen.
00:27:19: Bitte?
00:27:19: Na ja es ist immer der nächste Satz dann, aber wir können's im Prinzip sofort umsetzen und das ist zum Beispiel etwas.
00:27:26: damit kriegt man Jugendliche.
00:27:28: Damit kriegt mein Jugendlicher zu Richard Staus.
00:27:29: Da kann man auch Stockhausen noch nehmen.
00:27:32: Das ist so spannend?
00:27:36: Ja
00:27:36: klar weil das Spannende dabei Ich gehe dorthin, bin Teil des Ganzen.
00:27:41: Ich kann das verändern!
00:27:43: Ja?
00:27:44: Dann kann man sich ja hinsetzen und überlegen... Wenn ich jetzt an was Schönes denke wird dann die Musik vielleicht harmonischer?
00:27:48: oder was passiert denn?
00:27:50: Oder wenn ich mich aufrege?
00:27:52: Oder welchen Unterschied gibt es ob jetzt da lauter Kinder im Publikum sind oder vielleicht Kritiker?
00:27:57: Weil der nicht unterbricht mich, wenn ich etwas Falsches sage Nikolette dabei.
00:28:01: Ich kenne diese Stadt vor und zurück.
00:28:04: Also Zivilis weißt du schon was?
00:28:06: Und ist es nie.
00:28:10: Es wurde immer so sonderlich behandelt.
00:28:14: Wenn man hier gesagt hat, ich gehe wahnsinnig gerne ins Opernhaus und gucke mir ein Konzert des philharmonischen Orkesters an.
00:28:20: Das fand immer alles so, deswegen hast du auch Schwierigkeiten mit Mädchen, weil du solche Sachen machst.
00:28:24: Es gab einen Mädchen die saß im Orpheum eine Diskothek, die mittlerweile abgerissen ist nach Rheinisch-Straße zu schlimm.
00:28:30: Die Häuser, an denen ich gearbeitet habe gibt es schon gar nicht mehr.
00:28:32: Da war das Orpheaum da hatte ich ein Mädchen gesehen, die ich toll fand oder eine junge Frau dahin schon.
00:28:37: Und dann dachte ich, gut.
00:28:38: Ich traue mich eh nicht anzusprechen.
00:28:39: Also werde ich Opa'en Karten kaufen und ihr die bringen und dann geht sie mit mir in Dortmund in die Opa'.
00:28:45: Und ich hielt ihr die Karten hin und sie hat nur so ... Sie saß auch direkt vor der Box.
00:28:49: Es war ein bisschen laut.
00:28:49: Nicht total schief gegangen!
00:28:51: Sie ist glaube ich alleine mit irgendjemand anderen hingegangen oder hat die Katen wegworfen?
00:28:53: Deswegen das hat nicht
00:28:54: funktioniert.
00:28:55: aber was ich ja nur sagen würde ist... Ich hatte das Gefühl dass den Dortmunderinnen und Dortmunderen, die ich kenne nichts fangst auf wie bekannt es ist Wie groß dieses Haus ist, wie mächtig dieses Haus is dass ihr jetzt in diesem Sommer tatsächlich nach Bayreuth fahrt auf Einladung der Wagner-Festspiele, das da Dortmund eingeladen
00:29:14: ist.
00:29:14: Sogar doppelt!
00:29:15: Also die Opa hat eine Co-Produktion mit Prinente brennt und der Jubiläumsring in bayreuth dieses Jahr wird komplett gestaltet von hier, der Akademie von Theoretik erzählt also von eurer Nachbarn her, unsere Sparte.
00:29:27: Und das sieht man als Dortmund Innovationsstandort wahrgenommen.
00:29:34: im Kulturbereich Und ich glaube, das ist auch vollkommen okay.
00:29:39: Dass es so ein Wandel braucht!
00:29:40: Ich glaube die Rolle der Theater, also ich spreche viel von Transformationen, die auch Kulturbetriebe brauchen.
00:29:46: Also wir müssen uns öffnen und verankern.
00:29:49: Mein Hauptziel ist zum Beispiel gerade gar nicht die Kultur auf vielen Menschen zu erreichen sondern die Menschen zu erreichen, die mit Kultur gar nichts anfangen können.
00:29:57: Mir geht's auch gar nicht darum dass ich sage, sie müssten alle ins Opernhaus oder ins Ballett oder ins Schauspiel oder ins Konzert.
00:30:03: Damit geht es darum, dass Sie verstehen das ist eine Relevanz für eine Stadt hat.
00:30:07: Ob man ein Theater hat oder nicht?
00:30:08: Deswegen haben wir zum Beispiel einen Feierabendmarkt gegründet und so was.
00:30:11: Ein Feierhabenmarkensleben gerufen haben gesagt, naja also ein Theater kann auch in den Puls setzen, dass man die Innenstadt belebt wird.
00:30:18: gut angenommen ja und so gibt's viele Formate und das ist so ein bisschen glaube ich die Rolle, die wir als Theater als großer Kulturbetrieb neu finden müssen.
00:30:28: Wir sichern viel Arbeitsplätze Wir haben spezielles Handwerk, das wir erhalten.
00:30:34: Wir vernetzen und repräsentieren.
00:30:36: Wir bringen neue Ideen rein.
00:30:38: Das bezieht sich wirklich nicht nur auf die Kunst, die wir machen – auch der Kern auf der Bühne.
00:30:44: Aber ich glaube es ist viel mehr.
00:30:46: Und mein Wunsch ist eben zu neu zu denken.
00:30:51: Dass man eben nicht Angst haben muss.
00:30:52: wie muss ich mich benehmen wenn ich in die Oper gehe?
00:30:54: Sondern dass auch ein Ort der Begegnung wird einen Ort der Treffpunkt zu wohnen Theater übrigens historisch gegründet
00:31:00: Aber das würde ich auch sagen, dass Leute das immer noch damit verbinden.
00:31:04: Ich gehe ins Theater, ich gehe ins Konzert und die Opa und dann muss ich mich aber ein bisschen aufrüschen.
00:31:09: also da gehe ich jetzt nicht einfach hin wie ich von der Arbeit komme.
00:31:12: Es ist
00:31:13: auch immer noch so glaube ich gerne gesehen und sollte auch ein bisschen so sein...
00:31:17: Finden wir beide du oder ich?
00:31:19: Der
00:31:19: Wandel ist ja wirklich durch eure Arbeit passiert!
00:31:22: Also ich glaub als du hier herkommst hat man eigentlich gesagt wenn du mal ganz alleine sein willst, dann gehst du ins Opanhaus Weil das war ja weg.
00:31:29: Und heute haben wir, glaube ich, Besucherzahlen-Rekorde oder mittlerweile?
00:31:33: Das Ballett zum Beispiel hat dieses Jahr über die gesamte Spielzeit im großen Haus einen Ausdauern von noch neunzigund acht Prozent.
00:31:39: Das wird immer ausverkauft also man kriegt keine Karten mehr.
00:31:42: Herr Zips jetzt hat mir gestern zu eigenes Marketing erzählt dass jetzt Neulings wie auf eBay relativ weit oben sind, was also das Handeln mit Karten betrifft.
00:31:53: Also ich suche noch Karten für Vorstellung und ich glaube dadurch entsteht ja sowas.
00:31:56: Und das ist das, was ich meinte.
00:31:59: Wir sind kein kommerzieller Betrieb.
00:32:00: Ich will Impulsgeber sein und wenn die Menschen praktisch anfangen sich darüber zu unterhalten, wie kommst du rein?
00:32:08: Wie gehst Du rein?
00:32:08: Dann begegnet sich dann entsteht so eine Dynamik.
00:32:13: In der Oper waren sie wahnsinnig gut gelungen, mit Herrn Robert Germas auch die Musicals zum Beispiel.
00:32:18: wir haben.
00:32:19: Rebecca
00:32:20: zum Beispiel.
00:32:20: Wir hatten jetzt vorverkaufen und hatten jeden Tag lange Schlangen bei uns.
00:32:24: also die Leute stehen lange an und die Prämierenden sind fast aufverkauft jetzt.
00:32:28: Also das ist ja auch ein Signal dass es gewünscht ist.
00:32:32: Und da glaube ich ist es auch ein Selbstläufer.
00:32:34: also man braucht hier das weltbeste Publikum zB.
00:32:37: Aber
00:32:38: gibt es nicht?
00:32:39: Ich habe auch von dem Musical gelesen Unter einem Götz-Alsmann.
00:32:44: zu Gast sein wird jetzt tatsächlich auch mit einer Show.
00:32:47: Ja, regelmäßig.
00:32:48: Mit neuen Abenden.
00:32:50: Der hat auch unser Theaterfest moderiert und so.
00:32:51: Also das ist regelmäßig bei uns zu Gast!
00:32:52: Und gibt
00:32:53: es denn nicht die anderen, die sagen... Ja, bitte schön.
00:32:57: Was macht ihr denn da?
00:32:58: Also das ist ja gar nicht mehr Hochkultur.
00:33:00: Hochkultur ist eines meiner wirklichen Hassbegriffe aber den gibt es ja dafür.
00:33:04: also das sei aber jetzt nicht... Aber
00:33:05: welche anderen sollten das sein?
00:33:08: Die
00:33:08: alteingesessen?
00:33:09: Nein,
00:33:09: die Leute sagen ja moment mal wir wollen hier...
00:33:12: Ich glaube dass man nicht mit Offenheit.
00:33:15: Es gibt Städte, die kulturell sehr gewachsen sind.
00:33:20: Da hat man als Theatermacher ein vererbtes Publikum Weil die Abos werden vererbt und der Hauptgrund, warum man in die Oper geht ist ein Status.
00:33:28: Und natürlich werden die immer das erhalten was sie halt als Bildungsbürgertümliche Ausbildung erlebt haben.
00:33:35: also Sie werden dann halt sagen so war das schon immer so soll das sein und es ist unglaublich schwer etwas zu verändern.
00:33:41: Dortmund ist anders.
00:33:42: Das ist ein Publikum hier die in der Regel... Es ist eben kein Status ins Theater zu gehen.
00:33:48: Das is Borussia Die Wippel auch schon.
00:33:50: So was, da geht man hin wenn man ein Status haben will.
00:33:52: Als Theater geht man dann wenn man etwas erleben will weil man ist doch so... Also ja!
00:33:57: Ich finde das Kribbeln so schön.
00:33:58: so in Berlin habe ich halt einen Abo bei der Berliner und für die Monika in Dortmund bin ich.
00:34:03: Ja
00:34:03: Berlin ist auch gemischt aber zum Beispiel eine klassische Stadt wie Staatsoperl in Wien oder in München.
00:34:10: Stuttgart ist auch?
00:34:11: Stuttgard auch sehr konservatives Publikum wobei Stuttgat hatte sowas ähnliches auch schon mal in den Sechziger Jahren dass es so ein halb gab um das Theater.
00:34:18: Aber hier ist das Publikum sehr offen.
00:34:20: Die kommen rein, haben auch keine Chance zu sagen ich habe überhaupt keine Ahnung wer der Komponist ist und sollte es gefällt mir oder gefällt mich nicht und das sind sehr ehrliche Reaktionen und das ist das Beste was Kultur haben kann also dass das ist wofür man da ist.
00:34:31: Also es geht ja nicht darum einen Bildungskannon zu befriedigen.
00:34:34: Es geht auch nicht darum ein Dogma aufzustellen oder zu sagen Wenn du Schostakowitsch nicht kennst, dann bist du einfach ungebildet raus.
00:34:42: Sondern es geht ja genau ums Gegenteil... Ja, aber ich sage, ihr findest das übertreiben!
00:34:47: Und ich sag' jetzt geht ja darum, dass man eigentlich gemeinschaftlich eine Identität für die Stadt kreiert.
00:34:52: Moment
00:34:53: mal, du sagst so einfach, Tobias, wenn immer Schosta-Kowitsche?
00:34:56: Du hast bei Schostakowitsch-Leningrad der Symphonie beispielsweise eine musikalische Nachbildung von Stalin, wo man wirklich hört wie da einer so unglaublich durchhumpelt.
00:35:06: Wo man denkt oh Gott ja wirklich schrecklich.
00:35:08: Das hört man wenn man sich da reingehört hat.
00:35:10: Wenn ich mir jetzt vorstelle das spielt man Leuten vor die mit klassischer Musik üblicherweise gar nichts am Hut haben also die einen sehr weiten Weg zurückzulegen haben dann ihr den erst mal womöglich auf die Nerven.
00:35:20: und was könnt ihr da machen um diese Brücke zu bauen?
00:35:25: Hier, hör da bitte mal genauer hin.
00:35:26: Werden die
00:35:27: Kinder vorspielen?
00:35:28: Also ich glaube das ist also gerade hier sechste, siebte, achte Symphonie von Schostakowicz.
00:35:33: Also diese ganzen Kriegs-Symphonien und so was.
00:35:36: Da gibt es so spannende Geschichten dazu!
00:35:38: vermitteln.
00:35:39: Also die wurde uraufgeführt, da sagt man ja auf dem Rimsky-Korserkopf-Konservatorium und dann später hat er den nächsten Zündopfer in das Kriegesgewiet, man hat sich's dann in Ungnade gefallen.
00:35:50: Schostakowitsch wurde jetzt komplett ausgebremst, durfte nur noch Kinderzeichen-Trickserien, blaue Elefant komponieren, hat ein Hawaii getan.
00:35:58: also kriegt immer eine Geschichte hin wie man die Leute abholt so und ich glaube darum geht es noch Zugänge schaffen.
00:36:04: Ich glaube, es ist nicht so das eine Werk funktioniert und dass andere nicht Zugänge schaffen.
00:36:08: Wenn man Zugänge hat, dann kommt man da auch hin.
00:36:12: Und wenn man auch vermittelt ... Das ist nicht meine.
00:36:17: Auch wenn man keine Interesse an Opa hat, keine Interessen an Kultur hat in Theater schafft unglaublich macht was mit in der Stadt.
00:36:26: Und das ist das, was mein Wunsch ist.
00:36:29: Und so würde ich auch Dortmund als Stadt sehen.
00:36:31: Also, ich sage immer wir dürfen uns niemals vergleichen also nicht sagen wir versuchen wie München, wie Hamburg zu sein.
00:36:39: Es ist hier ein Sonderweg das ist eine ganz... Ich meine all diese Städte die in der industriellen Revolution hoch kamen und es in Transformation hatten.
00:36:49: Das ist dasselbe ob das jetzt Glasgow oder das Liverpool ist, andere Regionen dieser Welt oder ob das eben hier das Ruhrgebiet.
00:36:57: Die Menschen sind hier aus der Note raus, komplett gewohnt sich immer wieder anzugpassen, eine Transformation zu machen.
00:37:03: Sich zu verändern.
00:37:04: und ich glaube das ist das was wir haben!
00:37:06: Wir können hier links und rechts überholen.
00:37:08: Wir können dann einfach die ersten Seine die Digitalität mit einbinden... ...wir können die ersten seines etwas ausprobieren
00:37:14: warum nicht?
00:37:15: Aber ich kann nicht als Tänzer hinkommen und sagen ja Tobias, ich trinke mich jetzt hier nicht so an weil Es ist ja doch, ob man kommende Reichen in Achtzig Prozent.
00:37:24: Das würdest du nicht zulassen?
00:37:25: Sondern die künstlerische Exzellenz gilt wie in München, wie in Wien, wie Tokyo oder New York.
00:37:30: Ich glaube das ging ein Testerfall.
00:37:32: Also A muss man sagen, die Konkurrenz ist sehr hoch.
00:37:36: Egal ob das Musiker-Tänzer-Sänger sind, also es sind meistens so eine Stelle auf draußen Bewerber oder sowas.
00:37:42: Also das sind ungefähr die Verhältnisse.
00:37:43: Das ist weltweit, den großen Theatern in Deutschland hat man ein sehr hohes Niveau.
00:37:50: Da
00:37:50: hört sich das schon rum und gesprochen?
00:37:52: Ja natürlich!
00:37:53: Und gerade die Oper wurde hier Opernhaus des Jahres vor Wien, vor Zürich, vor Berlin, vor Hamburg... oder das Ballett ist weltweit begehrt.
00:38:05: Das ist eines der Champions League wirklich ganz weit vorne, also...
00:38:08: Ist es immer von dieser koreanischen... Ja
00:38:10: jetzt zum Beispiel gerade jetzt.
00:38:12: das Ballet war jetzt vier Wochen auf Tournee in Seoul, in einer zweiten Stadt in Südkorea und dort sind wir nach Valencia weiter und allein in dieser Zeit.
00:38:20: die haben Also, fünfzehntausend Zuschauer gehabt.
00:38:24: Das kommt mit richtig viel Geld zurück nach Dortmund oder Skulpturexport zu sagen aus der Sicht von Dortmund und die Zeitungen waren voll da.
00:38:35: Das war ein richtiger Hype!
00:38:36: Und die Zeitung dort haben geschrieben... Ich renne mich nur an eine Übersetzung von der Kritik.
00:38:41: In Südkorea gibt es fünfzehn bis zwanzigtausend Veranstaltungen jedes Jahr und nur ganz wenige werden als Meisterwerk in Erinnerung bleiben.
00:38:49: Hier haben wir so ein Meisterwerk erlebt bei der Dortmund Midsommernachtstraum und dann wo es genannt einer Linie mit Pingerbausch usw.
00:38:55: Das bedeutet, es gibt also in einer Weltmetropole – sie holt jetzt ja kein kleines Dorf – mit einer großen Wirtschaftsmach, mit einer grossen Innovationsmacht und auch einer großen Interesse an Deutschland.
00:39:08: eigentlich gibt das plötzlich einen... Die große Aufmerksamkeit auf unsere Stadt.
00:39:13: Und das was ich meine, also wenn man Dinge so zusammenkriegt und idealerweise dann auch erzählen kann in Barcelona zum Beispiel als das Ballett in Barcelona war mit Dortmund auf der Modika zusammen, es war kurz vor dem Champions League Finale gegen Real.
00:39:28: Und die spanischen Zeitungen haben einfach das genutzt als Porträt und haben auf einer Seite darüber berichtet, also Dortmund Sportliche gesehen, Dortmund Kulturell gesehen.
00:39:40: Das ist der beste Werbeträger für unsere Stadt.
00:39:43: So was brauchen wir?
00:39:44: Das brauchen die Menschen hier als Selbstwertgefühl, das brauchen sie als Identität, das braucht man als Wirtschaftsstandort, dass braucht man um Menschen neugierig zu machen und um so einen Selbstbewusstsein erzeugen.
00:39:53: Ich glaube, das muss die Rolle von Kultur sein!
00:39:56: Und nicht jetzt ausgrenzen und sagen, wir machen hier in unserem Opernhaus gewisse Regeln wo wir versuchen Elite zu erreichen die vielleicht auch das Geld hat.
00:40:05: Sondern ich glaube Impuls muss sein lass uns gemeinsam unsere Stadt transformieren und aus Kohle Stahl und Bier vielleicht Technologie Innovationen und Kultur machen
00:40:19: Ja, endlich auch zulassen.
00:40:21: Aber es muss auch ins Bewusstsein sein, dass man ... Wir haben letztens in einer Redaktion darüber gesprochen.
00:40:26: was erzählt man eigentlich im Urlaub wenn man sagt man kommt aus Dortmund und sagt dortmund Was geht denn da so?
00:40:31: Wofür ist das bekannt?
00:40:31: Das du wirklich wie du gerade sagst ja wir waren mal Bierhauptstadt Und wir hatten mal so viel Brauereien und dann gab's Kohle- und Stahl und wir haben natürlich Brust her Dortmund Und dass das ja eigentlich Sachen sind die mit denen du richtig gut abends angeben kannst an unserem Tisch
00:40:44: Mit dem du Spaß haben kannst eine Brauerei stinkt.
00:40:46: Im Zweifelsfall kann ich sagen als jemand der in der Nähe von der Ritter braucht gewohnt hat als Junge.
00:40:51: Deswegen ist das an sich natürlich toll, ich muss aber zu meiner eigenen Schande gestehen.
00:40:56: Als jemand der die Stadt schon eine ganze Weile verlassen hat... Ich erzähle den Leuten dass ich viele Stücke von Berliner Philharmonika gesehen habe, dass sie in Dortmund zum ersten Mal gesehen haben und ich hab tatsächlich es mal gewagt einer Kulturredakteurin in Berlin zu sagen, dass ich das in Dortmond genauso gut gehört hätte, das Stück.
00:41:14: Und da gab's so was wie.
00:41:15: das sei ja also für mich so unerhört.
00:41:18: Weißt du so was für den Banausentum, wo ich dachte ja, du hast das doch gar nicht gehört.
00:41:21: Aber er ist dir auch nicht gut informiert?
00:41:23: Nein!
00:41:24: Wir haben
00:41:24: sogar sehr viel Berliner Publikum.
00:41:26: Also auch Busse aus Hamburg und so... Touristen
00:41:29: da sind sie wieder.
00:41:31: Nein und es gibt es soviel zu erzählen.
00:41:33: also wirklich so.
00:41:34: Ich meine nehmen wir mal die Kokorei Hansa wie wunderbar wurde die umgebaut.
00:41:39: Ich mein welche hohe kulinarische Kunst gibt's dort wenn Kultur dazukommt.
00:41:44: Das sind Orte die gibt's sonst nicht so.
00:41:47: Also das sind wirklich ganz spezielle Orte.
00:41:49: Dort finden
00:41:50: jetzt auch von euch Vorstellungen statt?
00:41:52: Genau, ja.
00:41:52: Aktuell oder wie?
00:41:54: Ja aktuell hat die Drei-Kroschen-Oper vom Brecht als Schauspiel.
00:41:59: dann im September ist das Ballett wieder dort mit Radiant Julietz und dann die Philharmoniker haben dort ihre Late Night Konzerte konzipiert.
00:42:07: Mit der IGA machen wir sanft sehr viel dort.
00:42:09: also das ist ein Ort den wir auch kulturell bereichen weil es ist auch so ein Ort der Transformation.
00:42:14: Da kriegt man aber auch noch Karten jetzt für September oder ist das schon?
00:42:17: Ich glaube, ja.
00:42:19: Ja weil diese Schlangen an den Kassen, die gab es so vor fünfzehn-zwanzig Jahren für die Liebesperlen, für die BVB Rehwühl zum Geburtstag vom Verein, gab es ein Jahr lang in der Spielzeit immer mal wieder fünf Termine, die freigegeben wurden, die an eineinhalb Stunden Ausverkauf waren.
00:42:34: Aber das waren dort Unikate und beides wurde abgesetzt.
00:42:40: Ja,
00:42:40: da hat sich vieles gewandelt.
00:42:42: Also es ist einfach heute... Ich würde schon sagen dass also die Transformation so eine Kultur staziell weit fortgeschritten ist in Nordmund, auch wenn man das gar nicht so bemerkt.
00:42:51: Aber das ist ja auch nicht ganz kulturschfernsehen.
00:42:53: Nee, der kommt ja auf jeden Fall.
00:42:55: Wie hilft euch das, dass er von eurem Theater kommt?
00:42:59: Ich glaube, dass jetzt, ob jemand aus unserem Haus kommt oder nicht.
00:43:03: Das spielt erst mal gar keine Rolle.
00:43:05: Das Relevante ist immer ein Rad an das Start wie der sich zusammensetzt.
00:43:08: Dass es so die politische Großwetterlage in der Zusammenarbeit ist natürlich super!
00:43:15: Also für mich auch eine besondere Rolle.
00:43:17: Wir haben einen Oberbürgermeister und ich war acht Jahre lang sein Chef.
00:43:19: also das bedeutet wir haben ein ganz geklärtes Verhältnis.
00:43:24: Das ist mal nicht sehr positiv.
00:43:27: Schwierige Themen zu behandeln, positive.
00:43:29: Wir haben ein sehr professionelles Verhältnis aufgebaut über die Jahre und damit das ist immer gut wenn man miteinander reden kann.
00:43:38: Das ist das Wichtigste, miteinander reden können egal was.
00:43:41: Und deswegen würde ich sagen klar es ist ein Vorteil dass man jemanden kennt aber ansonsten kein Oberbürgermeister könnte sich leisten.
00:43:51: Man muss eher aufpassen, dass er die Kultur nicht schlechter behandelt um den Vorwurf der Wünsche begünstigen.
00:43:58: Nein!
00:43:59: Der Rat ist wichtig aber ich vertraue auch dieser Stärke in diesem Staat und im Zusammenhalt.
00:44:06: Ich pflicke die Zukunft von Dortmunds eigentlich sehr positiv bei allen Problemen, die nicht zu übersehen sind, die man hat allem, was auch hier nicht funktioniert und wo man auch sagt.
00:44:19: Aber es gibt so vieles, das ist auch unbekannt.
00:44:22: Du sprichst auch das Stadtbild an zum Beispiel?
00:44:24: Ich spreche alles an.
00:44:24: ja!
00:44:25: Der Stadtraten ist direkt die U-Bahn Station wenn du zum Theater fährst Und wenn man da im Dunkeln dann rauskommt, es gibt die Theaterbar, die ja auch toll ist.
00:44:35: Die ja auch extra noch abends Küche, wo Christoph nach zwanzig Uhr noch was zu essen in Dortmund und eine Theaterforschung geht eben lang.
00:44:42: Da hat sich so viel getan und genauso finde ich den Auftritt auf Social Media – die Farben, die ihr benutzt.
00:44:48: Also das ist ein viel jüngeres Publikum, das angesprochen wird.
00:44:53: Ich find's total klasse!
00:44:55: Feier am Markt, kennst du das eigentlich?
00:44:57: Das ist alle zwei Donnerstage von auf dem Opern-Vorplatz, so ein Get Together.
00:45:02: Also mit schönen Römschen... ...Food
00:45:05: Tracks und Tränken?
00:45:06: Ja
00:45:06: tolles Publikum!
00:45:07: Unmusik!
00:45:08: Also wenn wir bringen noch mal musikalische paar Tränke und so.
00:45:11: Heute ne nächste Woche.
00:45:14: Ich weiß nicht vom welchem Berliner Theater das ausgeht dass man eine Oper kreiert hat die in die Stadtteile geht um vor allen Dingen Migrantische Milieus zu erreichen, also um zu sagen die Leute, die sich womöglich nicht gemeint fühlen von dem Angebot was in den Theater gemacht wird.
00:45:33: Die werden da noch mal anders umarmt.
00:45:36: Aber haben wir auch zum Beispiel Nordstadt Parade, das war eine Art Love Parade durch die Nordstadt.
00:45:43: nur auf den Trucks waren Opensänger und klassische Musiker und vorne und hinten Tanzgruppen oder ich weiß also ganzen Kulturvereine aus den ganzen Communities, alle gemeinsam auf der Straße einmal durch.
00:45:57: Super funktioniert oder ... Musik-Sirkus das war also eine musikalische Choreografie der ganzen Stadt wo auch die EDG also die ganzen Reinigungsmaschinen dann in bestimmten Kreisen gefahren sind und so was.
00:46:08: Nee, das meine ich!
00:46:09: Also man muss die Stadt gemeinschaftlich nach vorne denken.
00:46:13: Und das ist das was ich mir verdorben und auch wünsche dass man irgendwie mutiger ist als dass man hier auch mehr Selbstvertrauen hat.
00:46:21: Das, was wir vorhin hatten, stimmt schon.
00:46:23: Also zum Beispiel gehen mehr Menschen in Dortmund und das Opernhaus als in Düsseldorf deutlich mehr.
00:46:30: Das sind die Zahlen!
00:46:31: Es würde kein Düsseldocher glauben noch keinen Dortmunder.
00:46:33: Wenn man sagt also... Die Dortmonder sind Kultur, ich glaube die Städte sind ungefähr gleich groß so kann man schon sagen.
00:46:40: Düsseldog ist ein bisschen größer.
00:46:44: Und trotzdem sind die Dortmund auch Opern- und Ballett-Affiner.
00:46:48: Würden das die DüsselDorfer glauben?
00:46:50: Uns die Dortmunder klauben?
00:46:52: Aber in Dortmund wahrscheinlich viel mehr Newcomer.
00:46:54: Ja,
00:46:55: wie auch immer aber das sind Entwicklungen.
00:46:57: Das war vielleicht nicht immer so ein bisschen Entwicklung, Städte entwickeln sich und das sind Dinge... aber auch wenn man Münchner sagen würde dass unser englischer Garten, also ich meine jetzt in Rombergpark, ich glaube fünfmal groß ist wie ihr, das würden die ja auch nicht glauben.
00:47:10: Also es ist auch oft, dass man hier westfälisch an das Statement pflegt
00:47:17: Also sein Licht unter den Schiffel stellt, wenn man es negativ ausdrücken würde.
00:47:19: Weil das ist tatsächlich eine verblüffende Zahl, dass man sagt die Befreundin in Düsseldorf, ihr seid die Landeshauptstadt, ihr habt ne Kunstakademie, die sehr angesehen ist von hundertfünfzig Jahre alt aber äh... Die Leute gehen in Dortmund und in die Opern nicht bei euch.
00:47:31: Ja oder?
00:47:33: Das erste was mir in Dortmond aufgefallen ist ich komme aus einer ganz kleinen Provinzstadt Tübingen Und ich würde niemals sagen, ich komm nur aus Tübbingen Ich bin so stolz auf meine Stadt So habe immer einen guten Gefühl dabei Als ich jahre, kann man die mir sagen.
00:47:45: Ich komme nur aus Dortmund und deine Stadt ist tausendmal größer.
00:47:51: Das ist ja... Und das darf man... Ich verstehe warum das so ist weil man hier auch sehr viel... Also ich glaube es zieht sich ja seit Mitteleiter durch Dortmund, dass man immer so Wellen hat.
00:48:01: Es ging hoch dann gab's wieder runter, dann ging's wieder hoch, dann gings wieder runter.
00:48:05: Man musste sich immer neu erfinden!
00:48:08: Und ich glaube aber, dass das eine Stärke war in der Stadt.
00:48:13: Oder was eine Stadt ausmacht, das sind hier keine Mauern.
00:48:16: Das ist auch kein Bausubstanz, Architektur.
00:48:18: Sondern was eine Stadtausmaßheit immer die Menschen?
00:48:21: Immer!
00:48:22: Eine tolle Stadt lebt durch ihre Menschen und fällt wenn die Menschen nicht da sind.
00:48:28: Ich finde, das merkt man.
00:48:30: Man hat ja manchmal so ... Rettortenstädte, Brasilien oder sowas.
00:48:34: Wo so Hauptstädten gebaut wurden und man denkt hier an Osten.
00:48:38: Tolle Architekturen, alles müsste perfekt sein.
00:48:41: Man merkt einfach das lebt gar nicht.
00:48:43: Da kann man mal hin, ein Foto machen, dann ist man wieder weg aber da möchte man gar nicht leben.
00:48:47: Und es gibt trotzdem total alte Altstädter wo die Wohnungen irgendwie total schwierig sind und das Ganze schon runtergerockt.
00:48:55: Aber trotzdem lebt das weil die Menschen da sind.
00:48:59: Deswegen liegt mir sehr viel daran, wie lange eine bessere Durchmischung in der Innenstadt hintergekommen.
00:49:04: Glaubst du denn?
00:49:06: Man sagt den Schwaben ja nach, dass sie so schön bis ins Detail planen, dass die gut mit Geld umgehen können oder sogar sehr sparsam sind, dass man dich auch deshalb in die Position gebracht hat... Das ist nicht Spaß haben wir!
00:49:16: ... ein bisschen mehr.
00:49:17: Ja es sind viele Millionen Euro Steuergelder natürlich als Theater für das Schluss, was auch immer wieder besprochen wird.
00:49:22: Ich
00:49:22: weiß nein.
00:49:23: Gute Frage also ah weiß ich gar nicht ob ich Also die schwäbischen Tugen sind bei mir, glaube ich nicht so ausgeprägelt.
00:49:31: Weil ich bin vielleicht auch zu früh da weggezogen und muss doch sagen übrigens eher eine Universitätsstadt, die immer so durchmischt war.
00:49:39: Ich glaube eher dass ich unternehmerisch denke in einem Kulturbetrieb und in Investitionen denke aber nicht nur sehr im finanziellen Bereich.
00:49:50: also ich definiere meine Aufgabe nicht sag' ich mal mit der Kunst, die wir haben, möglichst viel Geld zu machen.
00:49:56: So mit dem verfügbaren Budget, mit dem Geld, das wir haben möglichst viel Kunst zu machen, also möglichst viel Output zu generieren.
00:50:02: Also ähnlich wie es einen Krankenhaus idealerweise macht oder auch eine Schule ja?
00:50:05: Also im Bildungsbereich und so würde ich immer sagen oder überlegen was muss sich jetzt investieren?
00:50:12: an Ressourcen, an Geld, an Personal, an ein eigener Kraft, an Risiko investieren um in fünf sechs Jahren dort zu sein.
00:50:21: Ja, ich denke in langen Schritten Aber gute kaufmännische Leistungen sind nicht auf meinen Schultern, sondern haben wir einen tollen Verwaltungstirektor.
00:50:30: Der typische Beamtenaufbahn in der Stadt hat, der genial mit Geld umgehen kann und darauf kann ich mich auch verlassen.
00:50:37: also muss man für die Rollen
00:50:38: verteilen.".
00:50:39: Das heißt du hast vor einer Premiere immer noch mehr Nervosität als von einer Ratsitzung?
00:50:43: Weil du weißt da hast du jemand sich darum kümmert.
00:50:47: Die Ratssitzung macht eher um ich, was ich mache ist das politisch überzeugende und so etwas.
00:50:54: aber ich bin kein nervöser Mensch.
00:50:56: also ich habe eigentlich weder von der Premiere eine große Nervosität weil ich finde klar gibt es Dinge wo man nicht weiß ob sie klappen aber dass schön in der Kunst ist Man darf auch mal scheitern, man ist eben nicht im Krankenhaus.
00:51:11: Und es ist auch gut so dass man mal was wagt was dann vielleicht nicht klappt weil man aus dem Scheitern wächst und lernt auch als Gesellschaft also in den Kreativbereich und bei Ratssitzungen oder sowas.
00:51:24: Also wenn ich mit mir selbst berein bin und mit den Plänen also Ich bin jemand der... also mich geht's immer um die Sache Ja?
00:51:33: Also ich stehe für die Sachen die ich plane die ich denke das wissen auch die meisten Und ich werde auch dafür kämpfen und alles dann machen, dass diese Sachen und die Visionen, die ich habe also verfolgt wird.
00:51:44: Und wenn das da nicht passt, dann bin ich halt falsch hier.
00:51:47: Dann muss ich halt irgendwo anders hingehen.
00:51:49: Ja
00:51:49: aber so falsch kannst du nicht sein?
00:51:50: Weil ihr habt glaube ich deinen Verteil jetzt nochmal um bis wann verlängert?
00:51:54: noch mal zehn.
00:51:55: Dreiunddreißig klar
00:51:56: ist es.
00:51:56: Aber
00:51:58: ähm sind fünf Jahre ab... Also natürlich ist es achtundzwanzigmal ausgelaufen.
00:52:02: Was
00:52:02: ich damit sagen will ... Ich hab' denke auch eine gesunde Selbstbewusstsein.
00:52:08: glaube ich etwas an einer Stadt, was ich vertrete und wofür ich leidenschaftlich kämpfe.
00:52:15: Wofür Ich viele Menschen motiviere und wenn es aber nicht gewollt wird dann ist das für mich auch okay.
00:52:22: also da ist es halt ein anderer Weg denn eine Staat eine Gemeinschaft oder eine Gesellschaft geht.
00:52:27: Es gibt ja nicht nur einen Weg zum Ziel.
00:52:31: So leidenschaftlich über Dortmund gesprochen, Tobias.
00:52:33: Wenn wir mal auf das Stichwort Nacht und Nebel
00:52:35: vom
00:52:36: Anfang zurückkommen... Welches Angebot könnte dich denn so verführen?
00:52:42: Dass du sagen würdest okay bei Nacht und nebel verlasse ich dieses Dorbund dass ich ihn zwanzig Jahren solide gewonnen habe.
00:52:47: Das müsste es doch eigentlich geben also... New York, Klopf oder Tokyo.
00:52:54: Ich weiß nicht genau was die künstlerische Hitparade da ist.
00:52:58: Diese Angebote gab es aber ich kann eine Sache sagen aktuell kann ich mich ganz klar zu Dortmund bekennen zumindest bis meine... ich habe zwei Jungs, ich hab Zwillinge mit fünf.
00:53:07: bis die also mir der Grundschule fertig sind so lange bleibe ich auf jeden Fall in Dortmund.
00:53:12: Also das geht's nicht nur um mich ja und insofern Ich habe mich in die Stadt verliebt, ich bekenne mich zu der Stadt.
00:53:22: Wenn man auch über Projekte spricht – diverse Babys, die mir sehr am Herzen legen und man muss Dinge zum Ende bringen und was dann die Zukunft bringt.
00:53:32: Klar kann es sein, dass man irgendwo anders hingeht aber alles zu seiner Zeit.
00:53:35: Und ich bin auch sehr loyal!
00:53:39: Zu meinen eigenen, loyal zu meinen eigenen Gedanken oder Ideen und Vision manchmal auch.
00:53:43: Ich wollte sagen aber die Passion könnte kann man natürlich auch woanders ausleben als künstlerischer immer irgendwo an das orte die auch attraktiv sein könnten.
00:53:51: klar.
00:53:51: also ich glaube jede orte ist anders muss sich wieder drauf einschauen.
00:53:54: was meint dich?
00:53:54: Also ich kann damit auch leben.
00:53:56: wenn man sagt also deine vision
00:53:59: aus
00:53:59: welchen gründen auch immer wollen wir gerade nicht dann ist auch okay da geht man halt irgendwo anders hin.
00:54:04: Das soll nicht überheblich klingen, aber zu Not würde ich auch Kellnern gehen.
00:54:11: Habe ich auch gemacht im Studium.
00:54:12: also ich habe jetzt keine Angst davor irgendwie... Ich hab' nicht so diese Sicherheitsbedürfnisse das manche haben.
00:54:18: Aber du willst auch was vermissen aus Dortmund dann?
00:54:21: Ja natürlich!
00:54:22: Also ich bin hier verliebt in dieser Stadt, ich habe ja meine Babys und ich habe hier meine Familie.
00:54:26: also insofern mehr bekennen kann ich mich gar nicht.
00:54:30: Du wohnst auch sehr zentral, ne?
00:54:31: Dass du viel zu Fuß machen kannst und dann ist so.
00:54:34: Ich bin
00:54:35: ganz bewusst, dass ich mich nach Dortmund gezogen bin, ganz zentran eingepflanzt um einfach ... Das Schöne in Dortmund ist ja nicht so groß.
00:54:44: Da kann man tatsächlich, ich brauche normalerweise kein Auto.
00:54:47: Habst du oder weißt du nur, wenn ich ins Grüne will?
00:54:48: Ja!
00:54:51: Aus der schäbigen Kiste hab' ich diese drei Fragen ausgeholt.
00:54:55: Und Nicole, du darfst dir aussuchen, bitte schön
00:54:59: Das haben wir schon geklärt, genau.
00:55:01: Geht mir mal die andere!
00:55:06: Die können wir jetzt in Tobias Namen beantworten.
00:55:10: Tanzt du auf Hochzeiten oder sitzt so wie jeder andere peinlich am Tisch?
00:55:13: Da hast du vorhin gesagt also wenn man sich was Gutes tun will dann tanzt man und ermuntersst du denn auch die anderen.
00:55:21: tatsächlich ist dir gleich zu tun weil es gibt ja immer die Rumsitzer an der Flasche oder einem Glasfesthalter.
00:55:28: Klar, das ist immer situativ.
00:55:31: Aber wenn es gute Musik gibt und man ein Tanzen kann, dann sollte man auch gemeinsam tanzen oder tanzen macht ja zusammen richtig Spaß.
00:55:38: Gibt
00:55:39: es eine Song wo du sagen würdest, da kann ich niemals verzichten als du tanzt und aufhörst grad nicht passend um ein Gespräch bist?
00:55:44: Nee.
00:55:45: Also es kommt immer drauf an mit wem man gerade da ist und wo man ist.
00:55:48: Das finde ich viel relevanter.
00:55:51: Ist es eigentlich schlimmer, wenn jemand während der Opa aufs Handy guckt oder wenn jemand heimlich einschläft?
00:55:57: Aufs Handy
00:55:58: Ja.
00:55:59: Also einschlafen finde ich überhaupt nicht schlimm?
00:56:01: Nee!
00:56:04: Ist mir auch schon passiert, also ich oute mich in Generalproben oder so.
00:56:12: Ich finde wie soll ich das beschreiben?
00:56:15: natürlich gehört er sich nicht einzuschlaven aber ich finde wenn man sich auf eine Musik einlässt und entspannt und plötzlich vielleicht anfängt zu meditieren weil man sich Also eigentlich ist für mich auch ein Einschlafen, ein Zeichen davon.
00:56:33: Dass sich jemand da wohl fühlt, sicher fühlt.
00:56:36: Das finde ich also insofern nicht dass ich mir das wünsche aber das finde ich menschlich und finde ich okay.
00:56:44: aufs händische Schauen ist eine bewusst ignorante Haltung.
00:56:47: Also es geht gar nicht finde ich.
00:56:49: Es ist wirklich respektlos und ignorant.
00:56:53: Also das ist nicht ok.
00:56:58: letztendlich einschlafen ist was menschliches, also ich würde im übrigen auch wenn nicht mit jemandem zum Abend ersten verabredet werden und niemand schläft ein.
00:57:06: Dann würde ich vielleicht Ihnen ... dann hält man eine Story für den nächsten paar Treffen.
00:57:12: Aber ich finde das menschlich normal, also würde ich sagen, oh Gott ist der müde und so weiter und würde aber respektieren als trotzdem hergekommen.
00:57:17: Ich würde ihm das niemals verübeln!
00:57:19: Wenn jemand einfach da sitzt, einen ganzen Abend, ich habe für ihn gekocht, dann sitzt, guckt nur auf sein Handy und unterhält sich nicht mit mir, dann würde ich gesagt, also dann kannst du auch gehen?
00:57:27: Also...
00:57:31: Wenn du einen von denen auf die Opernbühne holen müsstest, für wen würdest du dich entscheiden?
00:57:35: Nuri Shahin, Azushröder oder Mats Hummels.
00:57:38: Auf der Opern-Bühne?
00:57:39: Ja.
00:57:40: In welcher Kapazität auch immer?
00:57:43: Dann bringen wir Mats Hummers zum Tanzen!
00:57:47: Weil du das ... Du würdest sagen es ist besonders leicht oder besonders schwierig?
00:57:52: Das weiß ich gar nicht.
00:57:53: Ich finde Mats Hummel hat eine Dortmunder Vergangenheit, die interessant ist und also ... Realität
00:57:58: zur Stadt
00:57:59: Neuertät zur Stadt.
00:58:01: Ja, auch das habe ich finde tatsächlich, also hat einiges auch gesagt was ich interessant finde und ich glaube mit ihm könnte man inszenieren.
00:58:08: Egal wie auf uns.
00:58:10: Dann die Schlangen möchten wir uns gar nicht ausmalen.
00:58:12: Die sind bei euch.
00:58:13: an der Kast gibt Mats Hummels Tanz.
00:58:16: Also das wäre wirklich, das war wirklich ein Ding.
00:58:19: Hoffentlich könnte das Wahrheit werden.
00:58:20: Habt
00:58:20: ihr seine Nummer?
00:58:23: Nikoletta hat sie in zwei für zwei.
00:58:24: Da
00:58:25: haben wir besorgen!
00:58:26: Ja gut vernetzt.
00:58:28: Über dich sagen Menschen, im Speziale einen Freund von dir, Saschanis von der Kokerei dass du jemand bist den er immer anruft wenn er Sorgen hat wenn er nicht weiter weiß mit diesem großen Kokereiprojekt.
00:58:38: Dann rufe ich Tobias ein und sage mir das kannst du dir nicht vorstellen.
00:58:40: was wieder passiert ist Riesendrama und Tobias sei derjenige der ihn immer Erdett runterbringt und sagt, das schaffen wir schon.
00:58:47: Was hältst du von der Idee?
00:58:48: Ich würde es so
00:58:49: machen.".
00:58:49: Dann mache ich das wie Tobias sagt.
00:58:51: Und er ist alles wieder gut!
00:58:53: Das hat er mir jetzt bei Allakat über dich erzählt.
00:58:56: Wir haben uns dann beide gefragt was bringt Dich eigentlich aus der Ruhe?
00:59:00: Sicherlich gibt's Dinge die mich aus der Ruhel bringen.
00:59:02: Aber ich glaube ich habe eine sehr große Resilenz.
00:59:07: Ich liebe das auch so... beruflich glaube ich kann mich fast nichts aus der Ruhe bringen, weil also ich hab so ein bisschen die Philosophie.
00:59:14: Erstens wenn ich mich ärgere dann schade das mir selbst am meisten, zweitens brauche ich meine Energie und ich trenne zum Beispiel ganz extrem berufliches und privates.
00:59:25: Ich arbeite nicht von zuhause aber da wenn ich zu Hause einen beruflichen Anruf gibt, dann gehe ich spazieren, dann geh' ich raus und selbst abends bevor ich mich zu hause nochmal zwei Stunden rechner setze, dann ginge ich lieber an den Spaziergang ins Theater und gehe wieder zurück.
00:59:36: Ich lasse auch ganz bewusst alle beruflichen Probleme im Theater.
00:59:42: Ich habe auch noch nie in meinem Leben ... Es gab noch nie eine Situation, wo ich nachts nicht schlafen konnte, weil mich ein berufliches Problem irgendwie beschäftigt hätte und das ist so ein bisschen meine Philosophie damit umzugehen.
00:59:54: Ich hab da sehr viel von meinen Vaters gelernt, aber Schulpsychologen gelernt wie man also Mechanismen entwickelt, wie man sich selbst auch schützt.
01:00:03: Das gilt natürlich fürs Private so nicht, das kann man nicht übertragen.
01:00:07: Es ist klar wenn mit meinen Kindern irgendwas wäre oder wie auch immer in privaten glaube ich da kann man sich nicht so schützen.
01:00:13: Da nimmt es einen mit, wenn man einen privaten Schicksalsstark hat oder auch gesundheitlich und deswegen möchte er es nur auf berufliche beschränken.
01:00:23: Und ich bin ein sehr glücklicher Mensch also hatte sehr viel Glück in meinem Leben und deswegen fällt es mir auch leicht was zurückzugeben.
01:00:35: Da kommen wir nicht mehr drüber Tobias.
01:00:38: Glückfähig nimmt man das glaube ich mit unter hin und wieder, weil die Leute auch erkennen die dass nicht sind obwohl es Gründe für sie gebe glücklich zu sein.
01:00:45: Wir schätzen uns sehr glücklich dass wir heute Zeit mit dir verbringen durften.
01:00:49: Das war außerordentlich anregen.
01:00:50: Ich fahre mit pralerischer Brust in alle Welt Und mir wird das nicht mal wieder erfahren wie du's gesagt hast dass ich sage ich komme Herr Dortmund bei Köln Weil das ist einfach unanständig, wie wir heute von dir gelernt haben.
01:01:05: Alles Gute für deine Arbeit und ich hoffe, dass das... Ich glaube, wir hoffen es beide, Nicoletta, dass du lange hier natürlich einfach loyal bleiben kannst!
01:01:13: Welche Show?
01:01:14: Wenn jetzt einer den wir mal mitnehmen wollen der zum Theater noch nicht so dem Bezug hat würdest du empfehlen wenn wir jetzt Karten kaufen gehen für die aktuell beziehungsweise dann demnächst neue Spielzeit.
01:01:26: Das würde zu uns ans Herz legen für so ein Newbie
01:01:29: Vielleicht Rebecca
01:01:31: Tatsächlich,
01:01:31: ne?
01:01:32: Ja oder Dracula.
01:01:33: Dracula
01:01:34: auch!
01:01:36: Ist
01:01:39: Dracula Ballett?
01:01:39: Hört sich gut an.
01:01:40: Aber Dracula macht schon Neugierig.
01:01:41: also jeder soll ein bisschen auf Horror trippen.
01:01:44: Ja!
01:01:44: Aber Dracula mit Orchester.
01:01:47: Toll,
01:01:47: ne?!
01:01:49: Noch mal beides.
01:01:50: Vielen
01:01:51: Dank für die Einladung.
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